Druckschrift 
Christliches Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden im Fürstenthum Osnabrück : zum Gebrauch beim öffentlichen Gottesdienste und bei der Hausandacht ; nebst dem Lieder- und dem gewöhnlichen doppelten Anhange [Gebete [und] Die Epistolischen und Evangelischen Texte]
Entstehung
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aus der Natur und heiligen Schrift. 5 ohne Jesu Licht und Heil wär' Finsterniß und Angst mein Theil.

5. Ja, du hast mich den Finsternisfen des Irrthums und der Sünde Macht durch deine Lehre, Herr! entriffen; ihr Licht zerstreut des Zweifels Nacht; du zeigest mir des Höchsten Rath und führst mich auf der Wahrheit Pfad.

6. Ich weiß, wozu mich Gott erschaffen; ich kenne meine ganze Pflicht; den Geist wird nicht der Tod hin­raffen; wer an dich glaubt, wird im Gericht durch dich, o Heiland, wohl bestehn und dann verklärt dich selber sehn. 7. O Jesu! laß mich deiner Lehre gehorchen mit stets größrer Lust, und keines Spotters Wahn zerstöre dein tröstend Wort in meiner Brust. Mein ganzes Leben preise dich! dein Heil erfreu' im Sterben mich!

Mel. Wer nur den lieben Gott zc.

6. Dein Wort, o Höchster, ist vollkommen: es lehrt uns unsre ganze Pflicht; es giebt dem Sünder und dem Frommen den allerbesten Unterricht. O selig! wer es achtsam hört, bewahrt und mit Gehorsam ehrt.

2. Es leuchtet uns auf unsern Wegen, vertreibt des Irrthums Finsterniß. Es füllt mit Freuden, bringt uns Segen und machet unser Herz gewiß. Es lehrt uns, Höchster! was du bist und was dir wohlgefällig ist.

3. Dein Wort ermuntert, dich zu lieben; es lehrt, wie viel du denen giebst, die freudig dein Gebot ausüben, und wie du våterlich uns liebst. Und was, o Herr, dein Mund verspricht, bleibt ewig wahr und trüget nicht.

4. Gott, deine Zeugnisse sind besser und mehr der Sehnsucht werth, als Gold; ihr Werth ist köstlicher und größer, als Alles, was die Erde zollt; wer das thut, was dein Wort gebeut, dem bist du wohlzuthun bereit.

5. Drum laß auch mich mit Lust betrachten, was mir dein Wort, o Höchster, lehrt, und mit Gehorsam auf das achten, was es von mir zu thun begehrt: so fließen Trost und Seelenruh' auch mir aus deinem Worte zu.