11. Von den Peinen des Fegfeuers.
Allgemeine Ansichten über die Beinen des Fegfeuers.
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Der heilige Gäsarius von Arles schreibt:„ Es mag vielleicht Jemand sagen: Ich bekümmere mich wenig um die Zeit, die ich im Fegfeuer zubringen werde, wenn ich nur zum ewigen Leben gelange. Allein Gott gefällt eine solche Denkungsart nicht. Alle Qualen dieses Lebens können mit jenen des Reinigungsortes nicht in Vergleich gesetzt werden. Und wer weiß denn, wie viele Tage, Monate, Jahre er da bleiben wird? Man würde sich fürchten, den Finger in's Feuer zu halten, und sollte sich nicht fürchten, eine lange Zeit in der verzehrenden Flamme zu sein?" Im gleichen Sinne sagt der heilige Bernard: ,, Werfet den alten Sauerteig von euch, Brüder, da ihr noch Zeit dazu habt. Die Tage, welche uns zur Reinigung verliehen sind, gehen zwar vorüber, wir mögen wollen oder nicht; aber wehe uns, wenn sie werden erfüllt sein, und unsere Reinigung nicht vollkommen sein wird, so daß wir nothwendig durch jenes Feuer gereiniget werden müssen, gegen das in diesem Leben nichts Peinlicheres, nichts Schärferes und nichts Heftigeres erdacht werden fann."( Serm. VI. de Purif.) Diese Ansicht vom Fegfeuer haben überhaupt alle heiligen Kirchenväter und Kirchenlehrer.


