11. Von den Beinen des Fegfeuers.
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Wenige Auserwählte entgehen den Beinen des Fegfeuers.
Aus dem einzigen Ausspruche der heiligen Schrift( Offenb. 21. 27.), wo es von der heiligen Stadt heißt: Nichts Unreines wird in dieselbe eingehen," läßt sich entnehmen, daß sich wenige Sterbende dieses höchsten Glückes, unmittelbar zur Anschauung Gottes zu gelangen, zu erfreuen haben. Die heilige Theresia, welche nach ihrem eigenen Geständnisse den Zustand vieler Verstorbenen gesehen hat, sagt, daß unter denselben nur drei, nämlich Personen von ausgezeichneter Heiligkeit, gewesen seien, welche unmittelbar zur Anschauung Gottes gelangten; und der gelehrte Kardinal Bellarmin sagt in seinen Seufzern der Taube, daß kaum einige Gerechte aus der größten Barmherzigkeit Gottes den scharfen Peinen des Feg= feuers entgehen, und sogleich in den Himmel gelangen. Wer ist so vollkommen," sagt der heilige Bernard, so heilig, daß er, wenn er aus dieser Welt scheidet, jenem Feuer nichts schuldet, und seine Seele von allen Sündenschlacken durchaus geläutert hat, daß er sich rühmen könnte, er habe ein reines Herz, daß er sagen könnte: Mein Herz ist rein, ich bin frei von Sünden?""( Spr. Sal. 20, 9.) Wenige sind zwar auserwählt: allein auch
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