II. Von den Peinen des Fegfeuters.
,, würde ihnen feine so große Pein verurjachen, als die Qual des Verlustes Gottes." ( Abhandlung vom Gebete.)
23
Von der Feuerpein des Fegfeners.
11
Das Feuer des Reinigungsortes ist nach den heiligen Kirchenvätern von dem der Hölle nicht verschieden.„ Das nämliche Feuer," sagt der heilige Thomas von Aquin( in Suppl. qu. 69. art. 8.), ,, quält die Verdammten in der Hölle und die Gerechten im Fegfeuer." Die geringste Pein des Fegfeuers," fügt dieser heilige Kirchenlehrer hinzu, übersteigt die größte, welche man in diesem Leben erdulden kann." Er nimmt selbst die größten Qualen der Martyrer nicht aus, indem er sagt, daß dieses Feuer nicht nach der natürlichen Kraft, sondern, wie das höllische, mit einer erhöhten, übernatürlichen Heftigkeit als Geißel Gottes brenne. Auch sagt der heilige Bischof und Kirchenvater Augustinus in seiner Erklärung des 37. Psalms von diesem Feuer: Weil gesagt wird: ,,,, Er jelbst aber wird selig werden""( I. Cor. 3, 15.), wird jenes Feuer gering geachtet. Allein obwohl man durch das Feuer selig wird, so wird jenes Feuer dennoch schmerzlicher sein, als


