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I. Vom Begriffe
Das Dafein des Fegfeners wird aus der apoftolifdien Ueberlieferung bewiesen.
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Gar zahlreich sind die Zeugnisse aus den ältesten Zeiten für den Glauben der christlichen Kirche an das Dasein des Fegfeuers. Schon im dritten Jahrhundert spricht Tertullian von den Opfern für die Todten als von einer apostolischen Ueberlieferung, und der heilige Johannes Damascenus sagt in seiner Rede über die Abgestorbenen: Die Jünger und Apostel des göttlichen Heilandes, die das ewige Wort jelbst sahen und den lebendigen Umkreis der ganzen Welt befehrten, sie lehrten, man jolle in den furchtbaren, unbefleckten und belebenden Geheimnissen des heiligen Meßopfers das Gedächtniß derjenigen begehen, die gläubig entschlafen seien. Zur weitern Bekräftigung führt er in der nämlichen Rede das Zeugniß des hl. Johannes Chrysostomus an mit diesen Worten: Jener Johannes, der wegen seiner Beredſamkeit den Namen Chrysostomus, das heißt Goldmund, empfing, lehrt: Nicht leichtfertig oder zufällig ward es von den weijesten Schülern Gottes verordnet und der Kirche überliefert,
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