II. Von den Peinen des Fegfeuers.
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dinal Bellarmin sagt in seinen Seufzern der Taube", daß kaum einige Gerechte durch die größte Barmherzigkeit Gottes den scharfen Peinen des Fegfeuers entgehen und sogleich in den Himmel gelangen. Wer ist so vollkommen," sagt der heilige Bernhard, so heilig, daß er, wenn er aus dieser Welt ſcheidet, jenem Feuer nichts schuldet und jeine Seele von allen Sündenschlacken so geläutert hat, daß er sich rühmen könnte, er habe ein reines Herz? daß er sagen könnte:
Mein Herz ist rein; ich bin frei von Sünden""?( Sprüchw. 20, 9.) Wenige sind auserwählt; allein auch unter diesen wenigen gibt es nach meinem Dafürhalten äußerst wenige, die jo vollkommen sind, daß sie jene Reinigung vollbracht haben, von welcher der weise Mann spricht( Sir. 7, 34.): ,,,, Reinige dich mit den wenigen von deiner Fahrlässigkeit.""( Serm. VI. de Purif.)
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Man muß ganz rein fein, um in den Himmel gelangen zu können.
Obwohl die läßlichen Sünden uns nicht der Freundschaft Gottes berauben, so ist es doch gewiß, daß sie unsere Seele beflecken


