Druckschrift 
Katholisches Missionsbuch oder kurze Anweisung recht zu beten, fromm zu leben, und glückselig zu sterben : nach den Werken der ehrwürdigen Väter P. Alexander Wille, P. Peter Canisii, P. Robert Bellarmin, P. Alois Merz und nach noch einigen andern gottseligen Schriftstellern aus der Gesellschaft Jesu
Entstehung
Einzelbild herunterladen

469

welchen sie bekennen, auch bewahren, und daß die von den Bischöfen aufgestellten Lehrer und Prediger auch das leh= ren und predigen, was zu lehren und zu predigen sie die Verbindlichkeit übernommen haben. Daß es übrigens ein Werk der christlichen Liebe ist, den Berirrten auf den rech­ten Weg hinzuleiten, wer mag das widersprechen? Hinweg also mit niederträchtigen Undichtungen! Kein Vernünftiger kann zu so elenden Verfälschungen und Verdrehungen seine Zuflucht nehmen. d d and disipulit solin

= h26] 0₂

moond et smise

dinding spons

col mod

caften Von den Pflichten

eines katholischen Christen im Allgemeinen.

med and ind

Am 1000ml not si spid. Alle hohe und niedere Stände und Aemter der Welt müssen sich auf ein gutes wahres Christenthum gründen: fehlt es an diesem, so kann man zwar einigermaßen in den Augen der Menschen angesehen, an zeitlichen Gütern beglückt, dem Leibe nach vergnügt seyn; aber sein lettes Ziel, die ewige Seligkeit, kann man nicht erlangen. Der erste Schritt zu Gott ist der wahre Glaube, die wesentli­che Bedingniß einst zu Gott in den Himmel zu kommen, ist die genaue Erfüllung der Schuldigkeiten feines wahren Glaubens. Wie werden aber die Pflichten heut zu Tage von Christen, von katholischen Christen, beobachtet?

Ad)! wenn man die jeßige Lebensart der Gläubigen mir jener der ersten Christen vergleichet, kann man sich des Seufzens nicht enthalten. Die ersten Christen eiferten für ihre Religion, fie vertheidigten diefelbe mit Verlust ihrer Güter, ihrer Freiheit, ihres Lebens: sie liefen mit der größten Begierde zu dem Dienste Gottes, zu den Un­terweisungen, zu dem heiligen Abendmahle: sie liebten ein­ander so aufrichtig, daß einer für den andern sterben wollte; ja sie schienen, wie die Apostelgeschichte meldet, nur ein Herz, nur eine Seele zu haben: ihre Sitten waren tu­gendhaft, ihre Gebärden keusch, ihre Aufführung ehrbar, ihr Wandel gerecht, ihre Reden erbaulich, ihre Mahlzeiten