Morgen- und Abendandachten.
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fein Blut und seine Todespein, und wenn mein Herze sich zur Welt und Wollust neis get, laß seinen Kreuzestod mir bald vor Augen seyn. Sein Leiden tröste mich, bey meinen vielen Leiden; die Noth, die du gehabt, erleichtre meine Noth. Durch seinen Todeskampf für mich zur ewgen Freuden, sein Tod der schenke mir einst einen sanften Tod. So wird mir dieser Tag ein rechter Freytag bleiben, und keinesweges nicht der Bosheit Deckel seyn; du wirst ihn in dein Buch zu meinem Gegen schreiben, ich werde nun durch ihn von allen Sünden rein. Unddu, o Gotteslamm! laß mich dein Vorbild lieben, daß ich gehorsam bin, wie du gewesen bist; daß ich geduldig sey, wenn man mich will betrüben; daß meine Liebe treu, so, wie die deine ist. Dann bleibet mir der Trost: Hast du so viel gelitten, daß meine Seele nur nicht darf verloren gehn; so wirst du auch den Leib mit Segen überschütten, und mich, dein Gliedmaß, nicht im Kummer laffen stehn. Die Schädelstätte wird mir lauter Gnade thauen; wo du gedürftet haft, werd ich gesättigt seyn; wo dich dein Gott verließ, werd ich dein Antlig schauen; wo du getrauert hast, da werd ich mich erfreun, wo man dir alles nahm, wirst du mir alles geben; weil man dich hat entblößt, ziehst du Q2 mit


