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Der mit rechtschaffenem Herzen zu seinem Jesu sich nahende Sünder : in auserlesenen Buß- Beicht- und Communion-Andachten ... nebst den Morgen- und Abend-Andachten / Benjamin Schmolckens
Entstehung
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Benjamin Schmolckens

meine Ruh mit Engeln ganz umgeben, und ihre Wagenburg war meine Lagerstatt; so durfte nicht ein Haar vor Satans Grimme beben, wie eifrig er die Nacht mir nachge: stellet hat. Ach Herr! ich bin zu schwach, für alles dich zu preisen, so nimm nun für die That den guten Willen an! Ich will dir Lebenslang verbund'ne Pflicht erweisen, bis ich im Himmel dort dein Lob verbessern kann. Doch, meine Dankbarkeit ist eine neue Bitte: Der Freytag brauchet auch die Blicke deiner Huld; so zeichne demnach ihn mit deiner Wundergute, verbinde heute mich zu einer neuen Schuld. Laß mich den Tag begehn zu deines Sohnes Ehren, es war sein Leidenstag und auch sein Sterbe­tag; was könnt ich schönres wohl von seie nem Tode hören, als daß ich Bater dich in Christo nennen mag? Die Morgenrothe kann mit ihrem Purpur prangen; mir beißet Jesu Blut das schönste Morgenroth, darin die Sonne mir zum Leben aufges gangen, sonst war ich in der Nacht, ja gar in Sünden todt. Gieb also, daß ich stets an den Erlöser denke, daß ich ihn heute nicht aufs neue freuzige, und meine Blicke stets auf seine Wunden lenke, damit in mir die Kraft zur Befferung entsteh. Wenn sich Ge legenheit zu einer Sünde zeiget, so zeige mir

fein