Morgen und Abendandachten.
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2. Heb alle Feindschaft auf, Freund, der mein Hers ze liebet, und wo mein Lebenslauf dich da und dort bes trübet, so tilge meine Schuld mit Huld und mit Geduld.
3. 3war hab ich einen Feind, der voller List und Tücke, doch wo dein Antlik scheint, da weicht er bald zurüs de. Troß Teufel und der Höll'; hier ist Immanuel!
4. Ich werde diese Nacht als wie ein Todter liegen; drum lasse deine Macht sich um mein Lager fügen, und deiner Ullmacht Schein bey meiner Ohnmacht seyn.
5. Der Schlaf, des Todes Bild, heißt mich ans Grab gedenken; doch komme, wenn du willst, ich will mich gar nicht kränken. Mich bringt der legte Feind zu dir, mein bester Freund.
Morgen- Andacht am Freytage.
Wa
ach auf, mein Herz, die Nacht entflieht mit schnellen Schwingen, geflohen ist dahin der Träume blaffes Bild; ich will mein frohes Lied dem treuen Wächter sins gen, der die vergangne Nacht in seinem Schuß mich hielt. Der belle Himmel zeigt von meines Schöpfers Güte, die immer neues Licht und neues Leben giebt und fors dert jegund auf mein dankbares Gemütbe, daß es mit Freuden sich in deinem Lobe übt. Du überreicher Gott, du Brunnquell aller Gnaden, groß von Barmherzigkeit und übergroß an Treu, vor deinem Vaterschuß wich aller Seelenschaden, der Leib war von Gefahr in deinen Armen frey, Du hattest Q mei=


