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Benjamin Schmolckens
laffe nicht von dir. Wenn aller Feinde Schaar mich nun umgeben hätte, so bin ich sicher gnug, denn du bist ja bey mir. Du bist mein Licht und Heil, vor wem sollt ich erschrecken? Du bist des Lebens Kraft, so grauet mir vor nichts; du bist mein Schirm und Schild, mein Stab, mein Schild und Stecken, so acht ich keine List des argen Bösewichts. Laß morgen deine Kraft mich wieder neu beleben, und wecke mich zu dem, was mein Beruf mich heißt; foll aber mich mein Schlaf dem Tode übergeben, so bitt ich, daß du mir mein Weg zum Himmel feyst. Ich bitt auch, Herr, für die, die du mir anvertrauet, laß Krankheit, Furcht und Noth von ihnen ferne feyn. Die Kirche, die du mir zu Ehren haft erbauet, erhalte dir zum Ruhm, denn sie, sie ist ja dein. Wohlan! ich lege mich, verschließ du meine Kaminer; ich schlafe, wache du, du Hüter in der Nacht. So ruf ich sorgenlos und frey von allem Jammer, und singe morgen froh dein Lob dir, Gott der Macht. Abend, Lied.
Mel, Die Nacht ist vor der Thür.
Die Nacht ist Niemands Freund, doch weil ich Jesum habe, so fürcht ich keinen Feind bey solcher Uebergabe; er ist's, der mir die Nacht zur besten Freundin macht.
2. Heb


