Morgen- und Abendandachten.
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gerühret, und hab ich im Vertraun auf ihn mein Herz gestärkt? Dachtich bey dem Genuß der Güter dieser Erden an Gott, durch den sie sind, an seine Lieb und Huld? Trug ich das Glück mit Dank, und Leiden und Beschwerden mit ihm ergebnem Sinn, und Demuth und Geduld? Hab ich durch Beyspiel auch die Meinen unterrichtet? War zu des Wohlthuns Pflicht mein Herz nicht zu bequem? Hielt ich zum Dienst der Welt mich schuldig und verpflichtet; und meines Nächsten Glück war mir das angenehm? Bereut' ich meine Schuld? Wollt ich die Lüfte dämpfen? Und war der kleinste Fehl auch mir von Herzen leid? Vollbracht ich diesen Tag mit Wachen, Beten, Kämpfen? Und bin ich, wenn Gott will, zum Sterben auch bereit? Gott, der du alles weißt, was könnt ich dir verhehlen? Ach geh, Allwis fender, mit mir nicht ins Gericht! Ich füh: le täglich noch die Schwachheit meiner Seelen, vergieb durch Christi Blut mir die ver: legte Pflicht. Ja, du verzeihest dem, den feine Sünden fränken; ich eile demuthsvoll, Allgütiger, zu dir. Du liebst Barmberzigkeit, und wirst auch sie mir schenken. Du bist auch diese Nacht der Wächter über mir. Ja, ja, du wachst, mein Gott, getrost geb ich zu Bette, ich halte mich an dich, und
laffe


