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Benjamin Schmolckens
7. Lock uns stets mit deinem Himmel, schreck uns mit der Hölle ab; zeig uns bey dem Weltgetümmel, daß zuleht noch folgt das Grab; daß man an das Ende denkt, und das Herz auf Klugheit lenkt.
8. Folgt der Tod uns auf dem Fuße, ach so schärf uns täglich ein, wie man immer in der Buße seiner muß gewärtig seyn, daß uns auch an diesem Tag kein Unglück begegnen mag.
Abend- Andacht am Donnerstage.
Der Tag ist wieder hin, mit ihm ein Theil des Lebens, und schon umfaffet mich die Finsterniß der Nacht. Wie hab ich ihn durchlebt? Verstrich er mir vergebens? Hab ich denn meine Pflicht so, wie ich soll, vollbracht? Wars in der Furcht des Herrn, daß ich ihn angefangen? Mit Vorsag, dies sen Tag der Tugend nur zu weihn? Mit Dank und mit Gebet, und eifrigem Ver: langen, keusch, züchtig und gerecht und Got: tes Freund zu seyn? Hab ich in den Beruf, den Gott mir angewiesen, so viel, als ich gekonnt, mir und der Welt genügt? Durch Eifer und durch Fleiß den Gott und Herrn gepriesen, der mir ihn anvertraut, und mich darinnen schüßt? Wie hab ich diesen Tag mein eigen Herz regieret? Hab ich auch wohl bedacht, daß Gott auf alles merkt? Hat mich im Stillen oft ein Blick auf Gott
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