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Er vergegenwärtigte sich die Seligkeit der Engel, die Majestät Gottes, das Leiden Christi, und schöpfte aus solchen Betrachtungen himmlischen Trost und die beste Nahrung seines heiligen Eifers. Oft, wenn er in Betrachtungen versunken war, strahlte sein Angesicht von Wonne, die sein Herz erfüllte und beinahe zersprengen wollte. Seine Dienerschaft beobs achtete ihn oft in seinem Zimmer durch die Spalten der Thur, wie er Stunden lang vor einem Kruzifir kniecte, bald mit ausgespannten Armen, bald die Hände freuzweise über die Brust gelegt. Bald weinte er laut, bald schluchzte er heftig, bald war er wieder ruhig stets seine Augen auf das Kruzifir geheftet. Er ließ sich hierin nicht leicht stören, so daß er selten merkte, was hinter ihm oder um ihn her vorgieng.
Soweit hatte es Aloysius im innerlichen Gebet und in der Betrachtung aus sich selbst, durch innere Erleuchtung gebracht; genauere Anleitung, wie, auf welche Art und Weise das innerliche Gebet und die Betrachtung wohlgeordnet und recht heilsam vorgenommen werden könne, schöpfte er aus einem Büchlein, von Pater Canisius. Durch dieses Büchlein, von einem Vater der Gesellschaft Jesu, das ihm sehr wohl gefiel, und durch Briefe über die Missionen der Jesuiten in Indien, wurde er auch mit großer Ehrfurcht vor diesem Orden und von dem Wunsche erfüllt, sein Leben so weit nur möglich nach dem Vorbild jener Ordensväter einzurichten. Er unterwies daher mit unermüdlichem Eifer, wo er fonnte, die Kinder in der christlichen Glaubens- und Sittenlehre; wo Zank und Unfriede entstanden, suchte er die Entzweiten zu versöhnen; Aergerniß und böse Beispiele bemühte er sich überall abzustellen; er selbst that und
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