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Herzens offenbaren und alle Zweifel zur Entscheidung vorlegen konnte. Als er mit Umsicht einen frommen Vater aus der Gesellschaft Jesu sich auserwählt hatte, übergab er sich ihm mit findlicher Einfalt zur Scitung und Unterweisung auf dem Wege zum Himmel, der so schmal und vielen Gefahren ausacsegt ist. Er theilte ihm alle seine Neigungen und GemüthsStimmungen mit, und machte ihn auch mit allen innern Erleuchtungen, guten Vorfäßen und Abtödtungen bekannt, die er hatte und ausführen wollte; auf folche Weise blieb er vor aller Selbsttäuschung und Verirrung bewahrt. Obwohl er ganz genau auf sich Acht gab und jede auch die kleinste Sünde zu meis den besorgt war; so empfing er doch sehr oft das heilige Sakrament der Buße. Er prüste zuvor, nach andächtiger und innbrünstiger Anrufung des heiligen Geistes, alle seine Wünsche und Gefühle, Gedanken, Worte und Werke; sodann überdachte er Gottes unendliche Heiligkeit und Güte, gegenüber seiner Sünde haftigkeit, und näherte sich dem Beichtstuhl mit solch' tiefer Zerfnirschung, als ob er der größte Sünder auf Erden wäre. Einmal wurde er vor Reueschmerz ohnmächtig, so daß er umsank und die kindliche Beichte, die er angefangen hatte, nicht vollenden konnte. Später unternahm er es noch einmal, eine Generalbeicht abzulegen. und gelangte dadurch zu großer innerer Ruhe, wie er öfters versicherte.
Mittelst seiner strengen Wachsamkeit über sich selbst kam er zu der Wahrnehmung, daß noch ein Funken von Jähzorn in ihm glimme, der zivar nicht in Flammen aufschlug und äußerlich sich fund gab, aber doch hie und da durch innerliche Unruhe ſeinen Frieden störte. Nun wurde die Wachsamkeit über diese Neigung des Herzeus noch gesteigert, das Gebet


