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Der heilige Aloysius, Patron der Jugend : ein Buch zur Belehrung und Erbauung, besonders für die Jugendbündnisse eingerichtet / von Faustin Menuel, Kaplanei-Verw. in Ehingen. Mit bischöfl. Approbation
Entstehung
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Erziehung mangelt, für Zeit und Ewigkeit un­glücklich macht. Sie trachtete daher, ihren Sohn zuerst mit dem Einen Nothwendigen bekannt zu machen. Sobald er einige Worte sprechen lernte, lehrte sie ihn das heilige Kreuz machen und die heiligsten Namen Jesus und Maria aussprechen; das Bater Unser, der englische Gruß und das Apostolische Glaubensbekenntniß war sodann das Erste, das er beten lernte. In diesen frommen Uebungen war die Mutter Lehrerin und Vorbild; aber auch die Dienerschaft gab ihm hierin ein gutes Beiſpiel. Denn leichtsinnige Diener oder Dienerinnen, die nicht beten mochten, wurden in dem Hause nicht geduldet, wo die Herrschaft von Christi Geist erfüllt und dem heiligen fatholisch en Glauben treu ergeben war.

So wuchs der kleine Aloysius in gottesfürchti­ger Umgebung heran, und nahm diesen Geist der Andacht und Frömmigkeit ganz in sich auf. Als er kaum ein wenig laufen fornte, verbarg er sich oft in einem Winkel des Hauses, um zu beten, und nicht selten wurde er nach langem Suchen in einer Holz­kammer oder sonst in einer abgelegenen Ecke gefun den, wo er auf den Knieen, in Andacht versunken, lag. Es war ihm Herzenslust, mit seinem himm­lischen Vater sich zu unterhalten, den er frühzeitig kennen und lieben gelernt hatte. Häufig und ins brünstig beten, war seine Seelenspeise, die ihn vor Sünde bewahrte und in der Unschuld bestärkte; dieſe findliche Andacht war die erste Sprosse jener Jakobs­leiter, auf der er wie ein Engel zum Himmel em­porstieg.

Noch eine zweite gute Eigenschaft zeichnete das Kind schon aus und ließ vermuthen, daß es wohl zu etwas Außerordentlichem berufen sey. Es hatte