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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für evangelische Gemeinen
Entstehung
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Vorrede.

den Inhalt, die Zeit und den Ort die angemessenste ist. 3ulegt lag es feineswegs in der Ueberzeugung der Synode, daß in Gesangbüchern dieser Art, welche nicht den Bedürf­nissen der wissenschaftlichen Forschung, sondern allein der öffentlichen Erbauung sowohl der jetzt lebenden, als der nächst­folgenden Geschlechter gewidmet sind, an den aufgenommenen Liedern durchaus nichts geändert werden dürfe. Vielmehr follte zwar jedem Liede sein eigenthümliches Gepräge gelassen, aber die schonend beffernde Hand unbedenklich angelegt werden, wenn die natürliche Gedankenfolge in einem Liede zu auf­fallend vernachläffiget war und dennoch der Inhalt auf eine leichtere und einfachere Weise geordnet werden konnte; wenn die Melodie nothwendig einen Ruhepunkt gebot, wo im Texte die Periode oder der Satz noch keinen Schluß enthielt- auf welchen dem Gefühle so unangenehmen und für die Undacht beim Gefang so störenden Uebelstand auch die borzüglichsten Liederdichter nicht sorgsam genug geachtet haben, und dessen Entfernung eben so nothwendig, als meistens sehr schwierig ist; endlich wenn der Ausdruck sprachwidrig, oder für den guten Geschmack anstößig, oder nicht verständlich genug ge­funden ward.

Diese Grundsätze bat die Commission bei der Vollziehung ihres Auftrages zwar beständig vor Augen gehabt, aber auch die Ueberzeugung erlangt, daß jedes Unternehmen dieser Art noch weit von der beabsichtigten Vollkommenheit entfernt bleiben und nimmermehr den so sehr verschiedenen Anforde rungen und Erwartungen aller einzelnen Beurtheiler ent­sprechen werde.

Nach vollendeter Arbeit ist die Handschrift dem König­lichen Confiftorium der Provinz Brandenburg übergeben, von