Betrachtung am Dinstage.
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erretten, wenn du verloren gehst. Bilde dir nicht ein, du könnest Gott und die Welt, den Himmel und die Sünde vereinigen. Sein ewiges Heil wirken ist kein Geschäft, das sich obenhin abthun läßt, man muß sich selbst Gewalt anthun. Du mußt Gewalt brauchen, wenn du die unsterbliche Krone erringen willst. Wie viele Christen bildeten sich ein, sie würden später Gott dienen und ihr Heil wirken, und jetzt sind sie in der Hölle. Welche Thorheit immer an daß zu denken, was so bald zu Ende geht, und so wenig an das zu denken, was nie ein Ende nimmt. Ach, mein Christ, bedenke deine Lage, bedenke, daß du in Kurzem von dieser Erde abziehen und eintreten wirst in das Haus der Ewigkeit. Armer, wenn du dich verdammst, siehe es wird keine Rettung mehr geben. 3. Betrachte, Christ, und sprich: Ich habe eine Seele, wenn ich die verliere, ist alles verloren. Ich habe eine Seele, wenn ich auf Kosten dieser Seele eine Welt gewinne, was nützt es mir? Wenn ich ein großer Mann werde und verliere meine Seele, was nußt es mir? Wenn ich Reichthümer aufhäufe, wenn ich mein Haus emporbringe, wenn ich meine Kinder befördere, und verliere meine Seele, was nützt es mir? Was haben die Reichthümer, die Vergnügungen, die Eitelkeiten so Vielen genügt, die in der Welt gelebt haben, von denen jetzt eine Hand voll Staub im Grabe modert, während ihre Seelen in die Hölle verbannt sind? Wenn also die Seele mein ist, und wenn diese Seele, einmal verloren, für immer verloren ist, so muß ich wohl daran denken fie zu retten. Dieß ist ein allzu wichtiger Punkt. Es handelt sich darum entweder auf immer glücklich oder auf immer unglücklich zu seyn. mein
Gott, beschämt bekenne ich vor Dir, daß ich bis jetzt wie ein Blinder lebte und mich weit von Dir verirrte; ich dachte nicht daran, diese meine einzige Seele zu retten. Errette mich, o Vater, um Jesu Christi willen; ich bin zufrieden Alles zu verlieren, wenn ich Dich meinen Gott nur nicht verliere. Maria, meine Hoffnung, rette mich durch deine Fürbitte.
Betrachtung am Dinstage.
Von der Todsünde.
1. Betrachte, wie du, von Gott geschaffen Ihn zu lieben, dich mit teuflischer Undankbarkeit gegen Ihn empört, Ihn als Feind behandelt, und seine Gnade und Freundschaft verachtet hast. Du wußtest, daß du Ihn durch jene Sünde beleidigtest, und du begingst sie dennoch! Was thut der welcher fündigt? Er wendet Gott den Rücken, segt die Achtung gegen denselben außer Augen, hebt die Hand auf Ihn zu schlagen, und betrübt das Herz Gottes.
Und sie betrübten den Geist seines Heiligen." Is. 63, 10. Wer sündigt, spricht durch die That zu Gott: Entferne Dich von mir, ich will Dir nicht gehorchen, ich will Dir nicht dienen, ich will Dich nicht für meinen Herrn erkennen, ich will Dich nicht für meinen Gott halten; mein Gott ist jene Lust, jener Gewinn, jene Rache. So hast du in deinem Herzen gesprochen, als du das Geschöpf dem Schöpfer vorzogst. Die h.. Magdalena von Pazzi konnte nicht begreifen, wie ein Christ mit offnen Augen eine Todsünde begehen könnte. Und du, lieber Leser, was sagst denn du? Wie viele hast du deren begangen? Mein Gott, verzeihe mir, und hab Erbarmen! Ich habe


