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öffne, Gutes zu thun und sein Verlangen zu stillen, das darin besteht, Allen Gnaden zu erweisen. Und wie könnte Gott eine Seele nicht erhören wollen, die nur nach dem verlangt, was Ihm angenehm ist? Wenn die Seele zu Ihm sagt: O Herr, ich bitte Dich nicht um Reichthümer, Ehrenstellen, Erdengüter, sondern nur um Deine Gnade; erlöse mich von der Sünde; gib mir einen guten Tod; verleihe mir den Himmel, und unterdessen schenke mir Deine Liebe, welche nach dem heiligen Franz von Sales diejenige Gnade ist, um die man Gott vor Allem bitten soll; gib mir Ergebung in Deinen Willen, da in dieser Tugend die ganze Liebe zu Gott besteht: wie sollte Gott solche Bitten nicht erhören! Und welche Gebete sagt der heilige Augustin, wirst Du, o Gott, erhören, wenn nicht diese, die ganz nach Deinem Willen sind? Wenn wir um solche geistliche Gnaden bitten, so kommt uns die Begierde, fie zu erlangen, sagt der heilige Bernhard, gewiß von Gott selbst. Daher der Heilige, zu Gott gewendet, ausruft: Wozu gäbest Du mir dieß Verlangen, wenn Du mich nicht erhören wolltest?


