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Besuchungen des Allerheiligsten Altarssakramentes und der allzeit unbefleckten göttlichen Mutter Maria / vom heiligen Alphons Maria von Liguori, Bischof von St. Agatha der Gothen, Stifter des Ordens vom heiligsten Erlöser. Nebst Morgen-, Abend-, Meß-, Beicht-, Kommunion- und zahlreichen anderen Gebeten und Betrachtungen aus den Schriften desselben Verfassers [...]
Entstehung
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Trübsal, sagt Gott selbst, hast du Mich angerufen, und Ich hab' dich erlöjet, hab' dich gehöret im Dunkel des Wetters. Pf. 80, 8. Oft überläßt uns der Herr dem Sturme zu unserm größern Wohle; aber unterdessen erhört Er uns insge­heim und gibt uns seine stärkende Gnade zum Widerstand und zur Ergebung.

Daher wiederhole ich, um alle Gnaden, die zu unserm Heile nothwendig sind, sollen wir bedingungsweise bitten; und wenn wir sehen, daß sie uns Gott nicht verleiht, so dürfen wir versichert sein, daß sie uns Gott zu unsrer größern Wohl­fahrt versaget. Die geistlichen Gnaden aber gibt uns Gott gewiß, wenn wir Ihn darum bitten. Gott liebt uns mehr, sagt die heilige Theresia, als wir uns selber lieben. Darum hat Gott, nach dem hei­ligen Augustin, ein größeres Verlangen, uns Gnaden zu erweisen, als wir haben, solche zu empfangen. Daher pflegte auch die heilige Maria Magdalena de' Pazzi zu sagen: Gott sei gewissermaßen der Seele, die Ihn bitte, verbunden, als ob Er zu ihr spräche: Seele, ich danke dir, daß du Mich um Gnaden ersuchest. Dann ist es, als ob Ihm die Seele den Weg