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ligen Leo, das höchste Verlangen, uns seine Güter und seine Seligkeit mitzutheilen. Der Herr forget für mich, spricht David, Pf. 39, 18. Eben dieser Umstand vermochte den heiligen König zum Ausruf: Herr, wenn ich zu Dir rufe, so ertenn' ich sogleich, daß Du mein Gott, die unendliche Güte bist, und verlangest, daß wir zu Dir um Deine Wohlthaten flehen, denn kaum bitten wir Dich um Deine Gnade, so gewährst Du sie uns sogleich. Eines Tages erschien vor dem Heiland ein Aussäßiger und sprach: Herr, wenn Du willst, so kannst Du mich reinigen. Und Jesus streckte seine Hand aus, rührte ihn an, und sprach: Ich will, sei gereinigt. Matth. 8, 2. 3. Als ob Er sagen wollte: Wie, mein Sohn, zweifelst du, daß Ich dich heilen will? Weißt du nicht, daß Sch dein Gott bin und wünsche, Alle glücklich zu sehen? Warum bin Ich vom Himmel auf die Erde gekommen, wenn nicht, um Alle zufrieden zu stellen? Ja, Ich will; sei geheilet.
Viele beklagen sich über Gott, daß Er ihnen die gewünschten Gnaden nicht gewähre. Vielmehr, sagt der heilige Bernhard, beklagt sich Gott über sie, weil sie


