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Ihn nicht bitten, und so Ihm die Hand schließen, die Er nach seinem Wunsche zum Wohlthun öffnen möchte. Beklagt euch nicht über Mich, sagt der göttliche Erlöser bei Johannes, Kap. 16, wenn ihr von Mir die Gnaden nicht erlangt habt, die Euch nöthig waren; jammert vielmehr über euch, weil ihr sie nicht bei Mir gesucht und darum nicht erhalten habt. Bittet von nun an, und ihr werdet vollkommen zufrieden sein.
Die Mönche der ersten Christenheit hielten einst unter sich Rath, um auszumitteln, welches die zur Erlangung der Seligkeit nüßlichste Andachtsübung sei; fie entschieden sich für das Bittgebet, das mit den Worten beginnt: Deus, in adjutorium meum intende etc. etc. O Gott! hab Acht auf meine Hilfe: Herr, eile mir zu helfen. Ps. 69, 2. Der Pater Paul Segneri sagt von sich selber, er habe früher fich bemüht, bei seinen Betrachtungen innere Regungen zu erwecken; nachdem er aber den großen Nußen und die Nothwendigkeit des Gebetes erkannt, habe er hauptsächlich sich angelegen sein lassen, im Gebete zu verweilen. Wie kommt es aber, daß Einige beten und doch nicht


