Druckschrift 
Besuchungen des Allerheiligsten Altarssakramentes und der allzeit unbefleckten göttlichen Mutter Maria / vom heiligen Alphons Maria von Liguori, Bischof von St. Agatha der Gothen, Stifter des Ordens vom heiligsten Erlöser. Nebst Morgen-, Abend-, Meß-, Beicht-, Kommunion- und zahlreichen anderen Gebeten und Betrachtungen aus den Schriften desselben Verfassers [...]
Entstehung
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Daher sagt Theodoretus, das Gebet vermöge Alles; es sei nur Eines, erlange aber Alles. Nach dem heiligen Bona­ventura erlangt man durch das Gebet jegliches Gut und wird von jeglichem Uebel befreiet. Und wenn uns je, fügt der heilige Bernhard hinzu, der Herr die Gnade, um die wir bitten, nicht gewähret; so können wir mit Zuversicht hoffen, daß Er uns dafür eine andere verleiht, die uns nüßlicher ist. O Herr! ruft David aus, Du bist voll der Güte und des Er­barmens gegen Alle, die zu Dir flehen. Der heilige Jakobus sagt, daß der Herr den Bittenden nicht mit färglicher Hand spendet, wie die Menschen auf Erden, deren Reichthum beschränkt ist; sondern daß Gott, dessen Reichthum keine Gränzen hat, und dem immer, je mehr Er gibt desto mehr zu geben übrig bleibt, mit frei­gebiger Hand noch mehr austheilt, als um was wir Ihn bitten können, ohne uns unsere Zudringlichkeit im Bitten vor­zuwerfen.

Dieß rührt daher, weil seine Güte ausströmender Natur ist. Darum hat Gott, der seinem Wesen nach die unend­liche Güte ist, nach den Worten des hei­