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Daher sagt Theodoretus, das Gebet vermöge Alles; es sei nur Eines, erlange aber Alles. Nach dem heiligen Bonaventura erlangt man durch das Gebet jegliches Gut und wird von jeglichem Uebel befreiet. Und wenn uns je, fügt der heilige Bernhard hinzu, der Herr die Gnade, um die wir bitten, nicht gewähret; so können wir mit Zuversicht hoffen, daß Er uns dafür eine andere verleiht, die uns nüßlicher ist. O Herr! ruft David aus, Du bist voll der Güte und des Erbarmens gegen Alle, die zu Dir flehen. Der heilige Jakobus sagt, daß der Herr den Bittenden nicht mit färglicher Hand spendet, wie die Menschen auf Erden, deren Reichthum beschränkt ist; sondern daß Gott, dessen Reichthum keine Gränzen hat, und dem immer, je mehr Er gibt desto mehr zu geben übrig bleibt, mit freigebiger Hand noch mehr austheilt, als um was wir Ihn bitten können, ohne uns unsere Zudringlichkeit im Bitten vorzuwerfen.
Dieß rührt daher, weil seine Güte ausströmender Natur ist. Darum hat Gott, der seinem Wesen nach die unendliche Güte ist, nach den Worten des hei


