Druckschrift 
Himmelsleiter oder vollständiges katholisches Gebetbuch mit vielen Belehrungen und Betrachtungen aus den Missionsandachten und Meßgesängen / von Fr. H. Reinerding, Dr. der Theol. und Philos. u. Prof. d. Theol. im "S. Cuthbert's College Ushaw bei Durham" in Nordengland. Mit einem Stahlstich und Goldtitel. Mit bischöfl. Approbation
Entstehung
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Erste Betrachtung.

Zukunft thun? Was insbesondere bei diesem oder jenem Anlasse, bei welchem du nicht Gott, sondern dir gedient haft? III. Punkt. Erwäge ferner, meine Seele! daß Gott, obgleich er, ohne dir dafür einen Lohn zu geben, deinen treuen Dienst verlangen konnte, dennoch aus überschweng­licher Liebe gewollt hat, daß du dafür ewig glückselig würdest. Ein wie wichtiges Geschäft wird damit das des göttlichen Dienstes! Wie das wichtigste und einzige, indem davon abhängt, ob du ewig glückselig oder ewig unglückselig sein wirst! Handelte es sich dabei um irgend einen zeitlichen Gewinn oder Nachtheil, so könnte man, weil der Verlust sich wieder einbringen ließe, einen schlechten Ausgang ver­schmerzen; doch, wie wolltest du den Verlust der ewigen Freuden und die Zuziehung einer ewigen namenlosen Qual verschmerzen! Darum wird auch, wenn du einst am Rande des Grabes dich befindest, deine einzige dich beruhigende oder beángstigende Frage die sein, wie du Gott gedient habest. Aber um desto unwürdiger und thörichter hast du dann in der Vergangenheit gehandelt. Um so unwürdiger, indem du, obgleich Gott dich für seinen treuen Dienst glüc lich machen wollte, dennoch sprachest: Ich will ihm nicht dienen. Um so thörichter, indem du für ein vorübergehen­des Vergnügen die ewigen Freuden opfertest und überdies ewige Qualen dir árndtetest. Denn, was nüßt es dem Menschen, wenn er auch die ganze Welt gewinnt, an seiner Seele aber Schaden leidet!

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Beweine demnach deinen Fehler und mache ihn gut, so viel du kannst. Für die Zukunft aber nimm dir vor, in Allem( was der besondere Vorsaß dieser Betrachtung sein muß) deine Bestimmung vor Augen zu haben, vornehmlich aber in dem Punkte, in welchem du so oft gefehlt haft.

Gemüthsbewegungen, welche sich bei dieser Betrachtung, die einen hier, die andern dort, er wecken lassen.

a) Acte des Glaubens. Ich glaube fest, mein Gott! daß du mich, ohne meiner zu bedürfen und vor so vielen Anderen, welche dir besser würden gedient haben, aus bloßer Liebe durch das Machtgebot deines Willens aus Nichts ins Dasein gerufen, mit so vielen Fähigkeiten des Leibes und der Seele ausgerüstet hast, und daß ich dar­

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