Erste Betrachtung.
geeigneten Gemüthsbewegungen Sache eines Jeden insbes sondere bleiben. Die betrachtende Seele muß sich daher nicht begnügen, die vorliegende Betrachtung zu lesen; sie muß jeden Gedanken beherzigen, insbesondere aber bei jedem Punkte verweilen, sich fragend, wie sie darnach gehandelt, und was fie in Zukunft thun wolle. Dieser Vorsat muß dann auch ein ganz bestimmter sein und durch geeignete Affecte unterstüßt werden.
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Nach der Betrachtung bleibt dann noch übrig, die Vorsåße gleich auszuführen. Betrachtest und handelst du se, dann und nur dann wirst du aus der Betrachtung großen Gewinn ziehen.
Betrachtungen.
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Erste Betrachtung:
Die Bestimmung des Menschen.
Der Mensch ist von Gott erschaffen, daß er ihm diene, wie er es verlangt, und so selig werde.
In der Vorbereitung stelle dir vor, wie Gott, als noch Nichts war, durch das Machtgebot feines Willens Alles und so auch dich ins Dasein rief, erwecke einen lebendigen Glauben an diese Wahrheit und bitte um die Gnade, wozu du tier seiest, zu erkennen und darnach deine Vorsäge zu fassen. 1. Punkt. Erwäge, meine Seele! was es heiße erschaffen sein, und zwar erschaffen von Gott. Du bist er schaffen, d. h. du bist aus Nichts ins Dasein gerufen. Es gab also eine Zeit, wo du nicht warest; alle Ewigkeit hindurch warest du nicht; erst vor wenigen Jahren hast du dieses Tageslicht zuerst erblickt. Was bist du daher durch dich Anderes, als ein reines Nichts? Und von wem bist du erschaffen? Nicht etwa von einem Engel oder einem andern ähnlichen Wesen, sondern von Gott selbst, der zu seiner Seligkeit deiner nicht bedurfte, bist du aus deinem Nichts gezogen aus unendlicher und ewiger Liebe- zu


