für Unfruchtbare.
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als sie selbst, so beweiset er ihnen darin eine besondere Gnade, welche sie doch aus Unverstand für keine Gnade halten.
5) Besonders aber sollen sich Eheleute wohl hüten, daß sie keine Kinder von Gott mit Murren und Grämen und mit ungeduldigem Flehen erzwingen wollen, denn sonst giebt ihnen Gott im Zorn Kinder; vielleicht muß die murrende Mutter ihr Leben oder Gesundheit darüber verlieren, oder wenn das nicht geschieht, so gerät ein solches im Zorn gegebenes Kind so übel, daß es den Eltern tausend Schrecken, Jammer, Verdruß und Herzeleid anrichtet, und sie ihr Lebenlang in Angst, Betrübnis und Traurigkeit setzet, welches Früchte ihrer unverständigen Bitte sind. Wie mancher mit Unverstand von Gott erbetene Sohn ist seines Vaters Grab und seiner Mutter Geißel geworden.
6) Es sollen hierbei gottselige Ehefrauen den Spruch Pauli 1 Tim. 2, 15. nicht mißbrauchen, wenn es heißt: Das Weib wird selig werden durch Kinderzeugen, so sie bleibt im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung, samt der Zucht. Denn in dem Spruch sagt Paulus nicht, daß die Weiber sollen durch Kinderzeugen selig werden, denn wir werden durch das Verdienst Jesu Christi und um seines vergossenen Blutes willen vor Gericht gerecht und selig, Röm. 3, 28.; c. 5, 1., und nicht durch Kindergebären; denn wenn das wahr wäre, so müßte ja keine Jungfrau selig werden können, welches wider Gott und sein heiliges Wort ist; sondern er führt diesen Spruch zum Trost der Ehefrauen an, nämlich: ob ihnen Gott schon große Schmerzen in der Geburt auflegt, darum, weil sich das Weib im Paradies verführen ließ und die Übertretung und Sünde eingeführt hat, daß jedoch Gott bei der Geburt ihnen wolle beistehen und durchhelfen; sie solle doch selig werden, ob sie gleich durch solches schmerzhafte Kindergebären den Zorn Gottes fühle, nämlich, wenn sie würde in solchem Stande bleiben im Glauben an den Herrn Jesum, in der Liebe gegen Gott und Menschen, in der Heiligung des Lebens und in der Zucht und christlichem Wandel. Deswegen ist dieser Spruch ein Trostspruch in Kindesnöten, und eine Versicherung der Seligkeit derer, welche in Kindesnöten sterben, daß sie der Schmerzen, die wegen der Sünde auferlegt sind, ungeachtet doch sollen selig werden, aber er zeigt keine Ursache der Seligkeit der Weiber an.
7) Es sollen Eheleute auch die Zeit erwarten und im Gebet anhalten. Etliche Bäume tragen gleich das erste Jahr, etliche aber nach Verlauf vieler Jahre. Darum sollen fromme Cheleute nicht alle Hoffnung wegwerfen: werfet euer Vertrauen( auf Gott) nicht weg,


