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Andachten für Mütter.
erhörte und tröstete mich. Der Herr ist meine Macht, mein Psalm und mein Heil. Herr! ich danke dir, daß du mein Leben in der Geburt erhalten, ich danke dir, daß du mir meine Kräfte wieder gegeben, daß ich nun durch deine Kräfte meinen Ausgang halten und dir in deinem Tempel für alle empfangenen Wohlthaten danken kann. Ach Herr! nimm an das schwache Lobopfer meiner Lippen. Ich freue mich dessert, das mir geredet ist, daß ich soll in den Tempel gehen und meine Füße stehen sollen in den Thoren des geistlichen Jerusalems. Eins bitte ich vom Herrn, das hätte ich gern, daß ich im Hause des Herrn bleiben möge mein Lebenlang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn. Ach, mein Gott, laß diesen Ausgang gesegnet sein, gieb mir mit jedem Tage mehr Kräfte; laß mein Kind wachsen zu deinem Preis. Ich bringe dir an diesem Tage ein Paar Turteltauben, mein dankbares Herz und meinen lobenden Mund, ach, verschmähe das Opfer nicht. Ich bringe dir das vollkommene Versöhnopfer: Jesu Blut und Tod in wahrem Glauben, damit reinige mich und wasche mich. Ich opfere dir auch nochmals mein Kind, wie ich es schon in der heiligen Taufe gethan; ach, sei hinfort sein Vater, sein Pfleger, Schutzherr, Erhalter und gnädiger Gott. Laß aber deine Gnadenflügel ferner ausgebreitet sein über mich und mein Kind, laß uns vor dir leben und deinen Namen preiſen. Gieb, daß ich dieser Wohlthat allezeit eingedenk sein und bleiben möge, damit ich im Glauben, Frömmigkeit und Gottesfurcht beharren, und darin auch meine Kinder erziehen möge. Gieb mir und meinen Kindern deinen heiligen Geist, der uns erleuchte, heilige, regiere und führe auf ebener Bahn, bis ich und meine Kinder werden zu deiner Herrlichkeit eingehen, in das neue Jerusalem, woselbst du Sonne und Licht bist. Ich will, so lang ich lebe hier, Den Herren preisen für und für; Viel Gutes hat er mir gethan, Viel mehr, als ich erzählen kann. Er hat geholfen überall, Und sonderlich zu diesem Mal
Hat er allein durch seine Hand Das Unglück von mir abgewandt. Amen.
Gejang.
Mel.: Alle Menschen müssen sterben.
1. Gott hat mein Gebet erhöret, Also sprech' ich hocherfreut, Weil er das, was ich begehret, Gnädiglich verliehen heut; Nun erkennet mein Gemüte Gottes große Gnad' und Güte, Der betrübt, und doch zuletzt Uns in Freud' und Wonne setzt.
2. Gott hat mein Gebet erhöret, Meine Traurigkeit und Klag' Hat nunmehro aufgehöret, Nachdem dieser frohe Tag Alles Ungemach vers nichtet, mir ein Lachen zugerichtet, Der nach der betrübten Nacht Alles hat voll Freud' gemacht.


