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Erster Teil. Für Gesunde.
4. Der Sabbath hört nicht auf, Er währt durchs ganze Leben, Indem sie alle Stund' Ihr Herz zu Gott erheben, Des Herzens Harfe spielt, Die Zunge lobet Gott, Und dieser Sabbath währt Sogar bis
in den Tod.
5. Der ew'ge Sabbath wird Nach diesem erst angehen, Dort in der Seligkeit, Woselbst die Frommen stehen In großem Glanz und Licht, Wie Sonnen angekleid't, Wo Ruhe, Fried' und Freud' Sie labt in Ewigkeit.
6. Wohlan, wer einst auch will Zu dieser Ruh' gelangen, Der muß den Sabbath hier, Wie sich's gebührt, anfangen; Er sei und bleibe fromm, Und nehm' im Glauben zu; So kommt er nach dem Tod Zur wahren Sabbathsruh'.
Abendgebet am Sonntag.
Herr, bleibe bei mir, denn es will Abend werden,
und der Tag hat sich geneigt. O du lebendiger, allmächtiger Gott, wie unbegreiflich sind deine Werke, wie unaussprechlich ist deine Güte, welche du den Menschenfindern erzeigest! Ich kann von Gnade und Wahrheit, von Liebe und Barmherzigkeit sagen, indem du den vergangenen Tag mir viel Gutes an Leib und Seele erwiesen haft; du hast meine Seele gespeiset mit dem Brot des Lebens, und mir aus der lebendigen Quelle zu trinken gegeben; dein Wort ist meinem Munde süßer gewesen, denn Honig und Honigseim. Ach, laß dein Wort Zeit meines Lebens ein Licht auf meinen Wegen bleiben, daß ich darnach meinen Gang richte, so werde ich nicht straucheln, oder aus deiner Gnade fallen. Du bist auch mein Erretter, mein Beistand im Leiblichen gewesen, daß ich gesund diesen Abend erreicht habe. Ich bin nicht wert aller Barmherzigkeit, die du an mir gethan hast. Wenn sich nun meine Glieder zur Ruhe legen, so tritt, o mein Schuß, mir zur Seite, habe acht auf mich und schließe mich in deinen Schuß ein, laß mich beständig ein Licht in dem Herrn sein, und keine Gemeinschaft haben mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis. Laß dein Wort, das ich gehört und gelernt, künftig in


