Erwägung des dreifachen Sabbaths.
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wie auch mein ganzes Leben heiligen soll. Nun, mein Gott, das soll hinfort durch deine Gnade meine tägliche Arbeit sein, daß ich thue deinen, nicht meinen Willen, daß ich die bösen Lüste und Gedanken durch deine Kraft vertreibe, damit du allein in mir ruhen und mich mehr und mehr erleuchten und heiligen mögest. Ach Gott, gieb, daß dieser geistige und tägliche Sabbath meines Herzens niemals möge verstört werden; bete du in meinem Herzen, finge in meinem Herzen, lehre in meinem Herzen, so ist mein Herz dein geheiligter Tempel. Wenn ich denn nun nach deinem Rat meine Lebenstage, und zugleich auch diesen geistlichen Sabbath werde geendet haben, so führe du mich, o Gott, ein zu dem himmlischen ewigen Sabbath, da wir werden in ewiger Ruhe und in der seligen himmlischen Freude dich preisen in dem Tempel der Herrlichkeit; da werde ich das Heilig, Heilig, Heilig mit allen Engeln und Cherubinen anstimmen. Ach, mein Gott, laß mich dereinst zu solcher Seligkeit gelangen.
Da wird sein das Freudenleben, Da viel tausend Seelen schon Sind mit Himmelsglanz umgeben, Stehen da vor Gottes Thron, Da die Seraphinen prangen, Und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist! Amen.
Gesang.
Mel.: O Gott, du frommer Gott.
1. Es bricht der Sabbath an, Der Tag, den fromme Seelen, Um mit Gott umzugehn, Zu ihrer Ruh' erwählen, Der Tag, der heilig ist, Den Gott selbst hat gemacht, Der wird von ihnen auch Erbaulich hingebracht.
2. An diesem pflegen sie Ganz früh vor Gott zu treten, Sie bringen ihn auch hin Mit Lesen, Singen, Beten; Ihr Herz ist von der Erd' Allein zu Gott gericht't, Es freuet sich in ihm Und seinem Gnadenlicht.
3. Ein Sabbath wird darauf, Wenn dieser nun vergangen, Als welcher geistlich heißt, Von ihnen angefangen, Da sie von Sünd' und Schand' Und von der Bosheit ruhn; Und das mit allem Fleiß, Was Gott befiehlet, thun.


