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Erster Teil. Für Gesunde.
bath zu feiern ist: 1) ein wöchentlicher Sabbath, wenn er den Sonntag anwendet zur Betrachtung der Wohlthaten, so er von Gott empfangen; er muß aber 2) auch feiern einen täglichen oder geistlichen Sabbath, welcher nicht darin besteht, daß man gar die Arbeit unterlassen und immerdar feiern solle, sondern durch den täglichen Sabbath wird verstanden, wenn der Mensch feiert von Sünden; wie er des Sonntags feiert von der Handarbeit, so feiert er alle Tage von Üppigkeit und Bosheit. Er hütet sich, daß er nichts Böses rede wider Gott und den Nächsten, daß er nichts Böses thue, entweder allein, oder in Gesellschaft anderer Leute, daß er sich auch durch andere nicht lasse verführen, sondern seine Seele von der Welt unbefleckt erhalte. Wie er nun dieses meidet, also befleißigt er sich unter seiner Arbeit, öfters an Gott zu denken, zu Gott zu seufzen und ihn um seines heiligen Geistes Regierung und Beistand anzuflehen; und siehe, das ist der geistliche und tägliche Sabbath, den ein Kind Gottes stets feiern soll. Wer nun den wöchentlichen Sabbath andächtig, und diesen täglichen eifrig gefeiert hat, der kann versichert sein, er werde 3) auch den ewigen Sabbath im ewigen Leben feiern, welcher darin besteht, daß die gläubigen und auserwählten Kinder Gottes werden von aller leiblichen Arbeit, von allem Kreuz und Trübsal, von aller Sünde befreit, Gott schauen von Angesicht zu Angesicht, immer mit ihm umgehen, ihn Loben und ihm ohne Aufhören dienen. O, ein heiliger und herrlicher Sabbath, der niemals wird gestört werden. Nun, dahin werden die gelangen, welche hier im Glauben und in der Liebe Jesu werden verharren bis in den Tod.
Gebet.
Heiliger und barmherziger Gott, da ich heute an die
sem Tage den Sabbath und Ruhetag feierlich begehe, an welchem ich nach deiner heiligen Verordnung von aller meiner Wochenarbeit befreit bin, damit ich mich aus deinem Wort erbauen und in dir erfreuen könne; ach, so verleihe mir deinen heiligen Geist, daß ich in wahrer Andacht mit Anhörung, Lesen und Betrachten deines heiligen göttlichen Wortes ihn hinbringen, dagegen aber alle fündlichen Zerstreuungen, Uppigkeiten, böse Gesellschaften und Sünden meiden möge. Auch erinnere ich mich bei diesem wöchentlichen Sabbath des täglichen geistlichen Sabbaths, darin ich von Sünden ruhen und ablassen, und dir meinen Leib und Seele,


