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Heilige Lippen- und Herzens-Opfer gläubiger Seelen oder vollständiges Gesang-Buch enthaltend alte und neue Lieder aus Dr. M. Luthers und anderen christlichen Gesangbüchern, zur Beförderung der Gottseligkeit beim öffentlichen und häuslichen Gottesdienst in Pommern und an andern Orten / zuerst eingerichtet von Dr. Laurentius David Bollhagen ...
Entstehung
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Reisegebete zu Wasfer.

mit deiner Gegenwart herrichest über himmel und Erden, Meer und alles, was darinnen ist, dir sage ich Lob, Ehre und Dank, daß du mich in dieser gefährlichen Nacht hast sicher schlafen und ruhen lassen, ich habe mich durch deine Kraft nicht schrecken lassen vor dem Grauen des Nachts, vor den schrecklichen Sturmwin­den, die mich unversehens hät­ten können umwerfen und ver­

stoßen, noch vor den graujamen

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werde, denn ich übergebe dir in deine Hut mein dürftiges Leben, mein Gehen und Stehen, meinen Willen und Rathschlag, mein Dichten und Trachten, meine Hinfahrt und Wiederkunft, das Ende meines Lebens und alles, was ich bin und vermag, der du ein einiger GOtt und mein Va­ter bist, bochgelobet im Himmel und auf Erden.

unwissend hätten können ber­schlingen; denn du, HErr! wa­rest meine Zuversicht, darum ist mir kein Ulebels begegnet und keine Plage hat sich zu meinem Schifflein genaht. Du haft dei­nen Engeln befohlen über mir, daß sie mich auf den Händen ge­tragen und der Fuß meines Schiffleins an keinen Stein oder Felfen gestoßen. Du warst bei mir in der Noth, darum habe ich auf deine Verheißung sicher schlafen können und kann jebund mit Freuden die fröhliche Mor­genröthe und Licht des Tages anschauen und mich über den wunderlichen Lauf des unruhig laufenden gestirnten Himmels freuen, dafür sei dir, ewiger GOtt und Vater, Lob und Dank gesaget. Dich bitte ich weiter, durch deinen Sohn JEsum Chri­stum, du wollest mich diesen an­gehendem Tag auch mit deinem Schirm bewahren, daß ich mit voller Fahrt in meinem Beruf feliglich möge fortziehen, nach dem Ziel deines heiligen Wortes laufen und diesen Tag ohne ei nige Sünden wider das Gewissen vollbringen, damit du in mir bleiben, in mir wohnen und dein Werk in mir schaffen mögest. Gieb Gnade, daß ich in großer Todes­gefahr an Leib und Seel' behütet

Bleil

Abendiegen zu Schiffe. leib bei uns, HErr, denn der Tag hat sich geneiget, es will Abend werden und die finstere Nacht kommt heran, darum wird unsere Gefahr groß und sorglich! denn wenn du nicht bei uns blei­best und mit deinem hellen Glanz den Weg zeigest, wie bald ist es mit uns geschehen! HErr, der du nimmer schläfest noch schlum­merst, du wollest gnädiglich ver­hüten, daß wir nicht die Nacht zum Deckel aller Sünde und Bos­heit gebrauchen, auch Gnade ge­ben, daß wir mit unserm Glau­ben und Zuversicht an dir im­mer, auch im tiefsten Schlafe, wacker sein; damit wir, wann du kommen und anklopfen wür­dest, ein wachend Auge der See­len zu dir erheben mögen. Und nachdem du über uns, der Seelen nach, also Hut und Nachtwache hältst, wollst du dir auch unsern Leib und Gut also lassen befoh­len sein, damit du ja, wenn wir aus menschlicher Unkraft in un­serm Wachen möchten in unzei­tigen Schlaf fallen, du unser väterlich geruhen wollest und also unser schlafloser Steuermann sein und bleiben, daß wir hier­mit durch den zeitlichen Schlaf erquicket, unserm Lauf christlich nachkommen mögen. Darauf so kann ich mich zur Ruhe sanft nie­derlegen und meine Augenlider lassen schlummern; deine heiligen Engel,