Reisegebete zu Wasser.
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Engel, die du, den Menschen zu gute, zu Winden machest, werden unsere Reise und das ganze Schiff glückselig treiben und ihm mit ihren heiligen Flügeln den Weg zeigen, den es wandeln soll; und ich will dich für diese und alle andere Barmherzigkeit loben und preisen und des Morgens deine Gnade, des Abends deine Güte verkündigen, durch das Verdienst des blutigen Schweißes Christi JEsu, unsers HErrn, im Heiligen Geist. Amen. Gebet um glücklichen Wind. Allmächtiger, gnädiger GOtt, himmlischer HErr und Vater, der du die Erde gegründet und das Meer damit gleichsam wie in einen Sack gefasset, auch dem Wasser den Geist und Wind gestellet, der darüber wehet und ihn in alle Orte der Welt versebet, daß er dir zu Diensten stehe und deine Gebote ausrichte. Du
sagen? Gieb Gnad', o großer GOtt, daß wir durch Anregung diejes deines göttlichen und geistigen Windes in unserm Herzen angeblasen werden, daß das Feuer des Gebets, des Trostes und der Hoffnung in uns recht aufgehe, damit wir nicht mit Zweifel, Wankelmuth und Unglauben dieses und alles andere von dir bitten mögen. Du bist viel geneig= ter, uns die Bitte zu gewähren, als wir zu bitten; darum komme zu Hülfe unserm schwachen Glauben mit deiner zeitigen Hülfe, so werden wir deines Heiligen Geistes mehr voll und des zeitlichen Windes auch theilhaftig werden. Das verleihe, o GOtt, durch denselben deinen Heiligen Geist, damit du unsern Glauben aufbläsest, in Christo JEsu, unsermHErrn, einiger GOtt in Ewigkeit. Amen. Gebet bei gefährlichem Sturm.
gebieteſt ihm und er hält an sich; Qus tiefer Noth, HErr GOtt,
Gefahr
ein und er kommt aus widerwärtigen Orten. Ach HErr, hier ist uns geholfen durch eines glückseligen Windes Kraft, welchen du doch gnädig schicken wollest, winke nur, so wird er dir gehorsam und mit uns sein, nach deinem Befehl. GOtt, der du den Wind aus nichts geschaffen hast, du wirst und kannst ja aus dem widerwärtigen einen glückjeligen Wind schaffen, denn deine Allmacht ist nicht allein über die Winde, sondern über Himmel und Erden; auch wirst du uns ja denselben nicht versagen, der du uns ein viel theures Windlein geschenket hast, als das Brausen des süßen Windes, des Heiligen Geistes, den du auch über uns in der heiligen Taufe und Gehör göttlichen Wortes reichlich haft gehen lassen, wie solltest du denn uns dieses irdiche Geichent ver
und heulen wir jetzt zu dir. GOtt, eile uns zu helfen, denn das Wasser gebet uns bis an die Seele, und ist Niemand, der erretten kann, als du allein. Ach, HErr, ver= suche uns nicht zu lange, es ist genug. Siehe an unsere Noth und Gefahr, höre das Brausen der Winde, das Krachen des Schiffleins, das Prasseln des Wassers, siehe an, wie wir hier wallen; schwarze und dicke, finstere Nebel haben uns umschlossen; wer sollte uns hier helfen können, als du, GOtt allein? Willst du denn ewig= lich zürnen und keine Gnade mehr erzeigen? Jst's denn ganz und gar aus mit deiner Güte? Hast du ver= gessen gnädig zu sein und deine Barmherzigkeit vor Zorn verschlossen? Stehe, HErr, auf, warum ichläfest du? Wir vergehen. HErr, wache auf und laß uns ſehen


