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Heilige Lippen- und Herzens-Opfer gläubiger Seelen oder vollständiges Gesang-Buch enthaltend alte und neue Lieder aus Dr. M. Luthers und anderen christlichen Gesangbüchern, zur Beförderung der Gottseligkeit beim öffentlichen und häuslichen Gottesdienst in Pommern und an andern Orten / zuerst eingerichtet von Dr. Laurentius David Bollhagen ...
Entstehung
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Morgen- Lieder.

deln auf guten Wegen, und thun das Amt mit Fleiß, daß jederman sein Neße auswerf, und auf dein Wort sein Trost mit Petro sebe, so geht die Arbeit fort.

6. Was dir gereicht zu Ehren, und der Gemein zu Nuß, das will der Satan wehren mit List und großem Truß. Doch kann er nichts vollbringen, weil du, Herr Jesu Christ, herrschest in allen Dingen, und unser Bei­stand bist.

7. Wir sind die zarten Reben, der Weinstock selbst bist du, daran wir wachs'n und leben, und brin­gen Frucht darzu. Hilf, daß wir an dir bleiben, und wachsen immermehr; dein guter Geist uns treibe zu Werken deiner Ehr.

3. Mühlmann. Mel: Erschienen ist der herrlich.

* 8. Das walte Gott, der hel­

fen kann! Mit Gottfang ich mein Arbeit an, mit Gott es gehet glücklich fort; drum ist auch dies mein erstes Wort: Das walte Gott!

2. All mein Beginnen, Thun und Werk erfordert Gottes Kraft und Stärk: mein Herz sucht Got tes Angesicht, drum auch mein Mund mit Freuden spricht: Das walte Gott!

3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts; wo Gott nicht giebet, da gebrichts; Gott giebt und thut mir alles Guts, drum sprech ich nun auch gutes Muths: Das walte Gott!

4. Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein da­

für; auf ſein Wort werf ich aus

mein und

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6. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so gnüget mir zu jeder Stund; drum sprech ich auch von Herzensgrund: Das walte Gott!

7. Trifft mich ein Unglück: un­verzagt! Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; er wird mir gnä­dig stehen bei, drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott!

8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Thun ein Ende hat; er giebt und nimmt, macht, wie ers will, drum sprech ich auch fein in der Still: Das walte Gott!

9. Gott steht mir bei in aller Noth und giebt mir auch mein täglich Brod; nach seinem alten Vaterbrauch thut er mir Guts; drum sprech ich auch: Das walte

Gott!

10. Nichts glücket ohne Gottes Gunst, nichts hilft Verstand, Wit oder Kunst; mit Gott gehts fort, geräth auch wohl, daß ich kann fagen glaubensvoll: Das walte Gott!

11. Theilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht ich keiner Feinde Neid: laß hassen, wers nicht lassen kann, so stimm ich doch mit Freu­den an: Das walte Gott!

12. Thu ich denn was mit Gottes Rath, der mir beistehet früh und spat, dann alles wohl gerathen muß; drum sprech ich nochmals zum Beschluß: Das walte Gott! Johann Betichius.

Mel: Freu dich sehr, o meine.

9 Das walt Gott! Die Mors

genröthe weg die schwarze Nacht, und der Tag tritt an die Stätte, der da alles mun­ter macht. Drum so muntre ich mich auf, und mein Herz gedenket drauf, wie ich dir, mein Gott, Lob

Arbeit stets: Das walte Gott!

5. Anfang und Mittel sammt dem End ich stell allein in Got­tes Händ; er gebe, was mir nüßlich ist; drum sprech ich auch zu aller Frist: Das walte Gott!| bringe, undden Morgensegensinge.