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Morgen- Lieder.
Schuld recht geistlich auferstehen.| sei mir nichts bewußt, so da Freud Laß mich christlich meine Sorgen diesen Morgen so erwägen, daß ich spüre deinen Segen.
erwecke.
4. Herr Jesu, leite meinen Gang, daß ich forthin mein Lebenlang nach deinem Willen walle. Behüte mir mein Seel und Leib; mich selbst in deine Hände schreib, damit ich ja nicht falle. Ach, gieb, mein Lieb, deine Wunden alle Stunden zu betrachten und die Welt für nichts zu achten. 5. Regiere mich mit deinem Geist, der mir den Weg zum Himmel weist, auf daß ich überwinde und deine reiche Segenshand in meiner Nahrung oder Stand zu jeder Zeit empfinde, bis ich endlich werd mit Freuden dir ein neues Danklied bringen.
und
5. Laß ja ferne von mir sein Hoffart, Augenweide; Fleischeslust und Augenschein, Jesu, mir verleide, damit sich die Welt er gözt zu ihr'm Selbst- Verderben; denn was sie fürs Beste schäßt, machet ewig sterben.
6. Nun so bleibe stets mein Licht, Jesu, meine Freude, bis der frohe Tag anbricht, da nach allem Leide ich in schöner Ehrenpracht werde Opfer bringen, und daß Gott es wohl gemacht, ohn Aufhören singen.
Christoph Prätorius.
3. Ohne Licht sieht man kein Licht; ohne Gottes Leuchten sieht kein Mensche Christum nicht, der uns muß befeuchten mit dem hellen Himmelsthau seiner süßen Lehre; drum, Herr Christe, auf mich schau, und dich zu mir kehre.
4. Kehre zu mir deine Güt, frundlich mich anblicke, daß mein innerstes Gemüth sich in dir erquicke, und die süße Himmels= lust mit Begierde schmecke; sonsten
In eigener Melodie.
7 Dank sei Gott in der Höhe in dieser
durch den ich wied'r aufstehe vom Schlaf frisch und gesund! Mich hatte zwar gebunden mit Finster
Mel: Christus der uns selig macht.
* 6.Christe, wahres Seelen
niß die Nacht, ich hab ſie über
deiner der mich beSonne, o du klares Angesicht, der Betrübten Wonne! Deiner Güte Lieblichkeit ist neu alle Morgen; in dir bin ich recht erfreut, darf nicht übrig sorgen.
2. Wecke mich vom Sündenschlaf, der du bist das Leben; neues Leben in mir schaff; denn hast du gegeben dieser Welt das Sonnenlicht, welches all erfreuet, wirst du mich ja lassen nicht täglich unerneuet.
wacht.
2. Wiedrum thu ich dich bitten, o Schußherr Israel, du wollst treulich behüten den Tag mein Leib und Seel. All christlich Obrigkeiten, unsre Schulund Gemein, in diesen bösen Zeiten laß dir befohlen sein.
3. Erhalt uns durch dein Güte bei rechter, reiner Lehr, vor Keßerei behüte, streit für dein Wort und Ehr, daß wir mit uns serm Samen immer in einem Geist sprechen: des Herren Namen sei groß und hoch gepreist.
4. Dem Leibe gieb daneben Nahrung und guten Fried, gesund und mäßig Leben, dazu ein froh Gemüth, daß wir in allen Ständen Tugend und Ehrbarkeit lieben, und Fleiß drauf wenden als rechte Christenleut.
5. Gieb mildiglich dein Segen, daß wir nach dein'm Geheiß wan


