Morgen- Lieder.
freudig zu vollbringen, was mein Beruf mich heißt; laß mich in guten Tagen nicht übermüthig sein, und laß mich auch nicht zagen, dringt gleich ein Kreuz herein.
8. Hilf, daß in meinem Stande ich thu was dir gefällt, und laß mich nicht in Schande gerathen vor der Welt. Richt, Herr, mein ganzes Leben nach deinem Willen ein: laß auch mein Haus daneben von dir gesegnet sein.
9. Gieb, daß im Kreuz und Glücke ich stets fo leben mag, daß ich all Augenblicke denk an den letten Tag; und wenn der wird einbrechen, so gieb, daß ich erfreut von Herzen könne sprechen: Komm, Herr, ich bin bereit! Joh. Frant.
In eigener Melodie.
4.Aus meines HerzensGrunde fag ich dir Lob und Dank in dieser Morgenstunde, dazumein Lebenlang, o Gott, in deinem Chron, dir zu Lob, Preis und
Ehren durch Christum unsern Herren, dein eingebornen Sohn.
2. Daß du mich haft aus Gnaden in der vergangenen Nacht vor G'fahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt de müthiglich, wollst mir mein Sünd bergeben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich.
3. Du wolleft auch behüten mich gnädig diesen Tag vors Teufels List und Wüthen, vor Sünden und vor Schmach, vor Feur und Wassersnoth, vor Armuth und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem, schnellen Tod.
4. Mein Seel, mein Leib, mein Leben, mein Weib, Gut, Ehr und Kind, in deine Hand ichs gebe, dazu mein Hausgesind, als dein Geschenk und Gab, mein Eltern ( Obern) und Verwandten, Ge
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schwister( Gefreundte) und Bekannten und Alles, was ich hab.
5. Dein Engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der bös Feind hier in diesem Jammerthal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe, und bring mich nicht zu Fall.
6. Gott will ich lassen rathen, denn er all Ding vermag; er segne meine Thaten, mein Vornehmen und Sach; denn ich ihm heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben und was er mir gegeben; er machs, wies ihm gefällt.
7. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott wird mit Wohlgefallen es Alles sehen an; und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott bescheiden in mein'm Beruf und Stand.
J. Mathesius.
Mel: Wie schön leuchtet der.
an Mor
" 5.Benlicht und mache munter mein Gesicht, laß deine Strahlen glimmen! Brich an, du theure Andachtsflamm, aus deinem heiBen Herzensstamm ein Danklied anzustimmen! Weiset, preiset den mit Loben, der von oben mich behütet und mit Segen überschüttet.
2. Ach Gott, mein Gott, ich danke dir von ganzem Herzen, daß du mir verliehen deine Güte, und mich in dieser finstern Nacht durch deine Engel hast bewacht an Leib, Seel und Gemüthe, daß ich fröhlich meine Glieder habe wieder ohn Verlegen mögen aus der Ruhe setzen.
3. Ach gieb, o treues Vaterherz, daß alle Sünden, Angst und Schmerz mit dieser Nacht vergehen; daß ich in deiner Gnad und Huld auch jebund möge ohne


