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Morgen- Lieder.
2. Loben doch flugs mit dem| käme, oder sonsten rühmlich wär: Morgen dich die kleinen Vögelein; so befördre solches Werk, gieb eh sie für das Futter sorgen, muß es erst gesungen sein. Sollt ein armes Thierlein nun mir hierin zuvor es thun? Nein, das Singen, Loben, Beten, hab ich mehr, als sie, vonnöthen.
dazu Rath, That und Stärk. All mein Arbeit muß gedeihen, wenn du, Herr, wirst Gnad verleihen.
3. Wenn ich könnte übersehen, was all für Gefährlichkeit ich gehabt hab auszustehen meine ganze Lebenszeit, ja, was noch für Mißgeschickt alle Stund und Augenblick und so lang ich werde leben, über meinem Haupte schweben,
4. Ach so würde ich erkennen, was für große Gütigkeit du den Menschen pflegst zu gönnen und wieviel Barmherzigkeit du an mir thust für und für, weil du so vielfältig mir Hülfe sendest und Wohlthaten, wenn ich in Gefahr gerathen.
5. Drum so sei all mein Vergnügen, dich zu loben, dran gewandt, mein Gebet laß vor dir liegen, wie ein Opfer angebrannt; und verleih, daß dieser Tag mir auch glücklich scheinen mag. Ach, daß ich ihn doch mit Liebe und in deiner Furcht vertriebe!
9. Von mir selbst bin ich untüchtig, zu befördern meine Sach; die Begierden sind nicht richtig, der Verstand ist viel zu schwach; schwach ist meiner Seelen Kraft, und der Leib oft mangelhaft; meine Wege auch gefährlich, die Verrichtung oft beschwerlich.
11. Will ein Fall mich übereilen, ach, so hilf mir wieder auf; schüß mich vor des Satans Pfeilen, und all meiner Feinde Hauf. Kommt ein Unglück vor die Thür, sieht mir was Gefährlichs für, laß mich deine Hülf empfinden, ritterlich zu überwinden.
12. Willst du mir ein Kreuz zuschicken, mach, daß ich es kann ausstehn; will es mir nicht allzeit glücken, und nach meinem Willen gehn, so ist meiner Sünden Schuld; doch gieb Hoffnung und Geduld; alles Unglück kannst du wenden, und mir wieder Glück zusenden.
7. Würd ich etwa heute sehen 13. Wird mir etwas aufgedichallerhand Gelegenheit, Sünd und tet oder sonst geredet nach; Herr, Laster zu begehen, so gieb, daß du bist, der alles richtet, dir be ich solche meid. Reizet mich mein fehl ich meine Sach. Laß mich Fleisch und Blut, zeigt die Welt meiden nur die That, so wird mir Ehr und Gut, so laß mich wohl der Lügen Rath, und ein zu nichts verführen, das mir gut Gewissen machet, daß man würde nicht gebühren. der Verleumdung lachet.
6. Gieb, daß ich mag recht erwägen, was erfordert meine Pflicht; was derselben läuft entgegen, laß mich ja beginnen nicht. Meine Sinne und Verstand richte, Herr, nach deiner Hand, daß ich recht mein Amt verwalte, rein Gewissen stets behalte.
10. Drum, Herr, all mein Thun und Lassen sei dir alles heimgestellt; führe mich auf rechter Straßen, mache, wie es dir gefällt. Segne den geringen Fleiß, lehre mich, was ich nicht weiß; zeige mir, was ich nicht sehe, leite mich, wo ich hingehe.
8. Wenn ich aber was vor 14. Willst du mich denn etwa nebme, draus zuvörderst deine heute legen auf das Krankenbett, Chr und des Nächsten Nußen so gieb, daß ich mich beizeite


