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Morgen und Abendgebete.
Bater! will ich meinen Weg nach dem Nebenmenschen anzuwenden, so werde Grabe und nach der Ewigkeit getroft ich auf meinen Tod immer vorbereiteter fortgehen: du wirst mich ferner leiten und dir gefälliger werden. Bis hierher und das Ende deiner Führungen wird und auch in dieser Woche hast du unausallezeit Freiheit, Zufriedenheit und Se- sprechlich viel Geduld und Barmherziggen für mich sein. Wenn ich mir stets feit an mir bewiesen. Ich erkenne es nach deiner Gnade trachte, und du bei mit gerührtem Herzen und sage vir Lob meiner Schwachheit und Sterblichkeit und Dank für jeden Schutz und Beimein Troft bleibst, so habe ich nicht nöthig, stand, für jeden Rath und Trost, für zu fragen, wann ich sterben werde. jede Hilfe und jeden Segen, für jedes Sterbe ich nur selig, so erscheine mein Glück und jede Freude und für alle BeTodestag, wann es dir gefällt. Ich weise deiner Vatertreue, die ich diese freue mich darauf; denn du, Herr Jesu! Woche erfahren habe. Wer bin ich, Vanimmst alsdann meinen Geift auf. Dir ter! daß du mich vor so manchen Unfei Alles überlassen: Leben, Tob, Leib fällen diese Woche durch bewahret hast, und Seele. Hilf mir nur glauben und unter denen so manche meiner Mitbrilgutes Gewissen bewahren, daß ich diese der seufzen mußten? Wie gefühllos wäre Welt mit Freudigkeit und zuversichtlicher ich, wenn meine Dankbarkeit nicht grö Hoffnung meiner ewigen Seligkeit ver- ßer, mein Gehorsam gegen dich nicht lassen kann. Amen. williger und mein Vertrauen auf dich nicht immer zuversichtlicher und fester würde! Nur dir ist es bekannt, ob ich noch eine Woche leben werde. Ich unterwerfe mich ganz deinem Willen, mein treuer Gott und Vater! was du willst, muß für mich das Beste sein. Verlaß mich nur nicht, wenn mein Ende herannahet, und flöße mir Muth und Freudigkeit ein. Wirst du aber mein Leben noch um Wochen und Jahre verlängern, so hilf, daß ich meine Zeit mit Weisheit anwende und es nie vergeffe, daß ich hier nur lebe, mich zu einem glückseligern Leben nach dem Tode fähig und geschickt zu machen. Deiner väterlichen Regierung übergebe ich alle meine Schicksale in Zeit und Ewigkeit. Führe mich ganz nach deinem Rath, so werde ich mein ewiges Glück finden; führe so nach deinem Willen alle meine Nebenmenschen und meine Freunde. Um Jesu willen erbarme dich Aller, die Zuflucht zu dir nehmen; tröste alle Nothleidenden und Bekümmerten; verlaß keinen von Menschen Verlaßnen; und wenn irgend ein Sünder noch in seiner Todesstunde zu dir um Erbarmen fleht, ſo erhöre sein Flehen, so erbarme dich seiner um Jesu willen. Amen.
Am Schlussfe der Woche. Des Abends.
Ach,
Ewiger, unveränderlicher Vater der Menschen! wie schnell ist wiederum das Ende einer Woche herbeigeeilt, und ich bin um ein Beträchtliches dem Grabe und der Ewigkeit näher gerückt. Die Stunden und Tage dieser Woche kommen ewig nicht wieder zurück. möchten sie mich vor dir, Allwissender! nicht verklagen, daß ich sie übel angewandt habe! Barmherziger Gott und Vater! verzeihe mir um Jefu willen alle Fehltritte und Verfündigungen, die ich diese Woche wissentlich oder unwissentlich, mit Vorsatz oder aus Schwachheit und Uebereilung begangen habe. Unterstütze mich mit deinem Beistande, künftig vorsichtiger zu wandeln; stelle mir die ftete Todesgefahr vor Augen, in der ich lebe, damit ich den großen Werth einer jeden Stunde meines Lebens immer deutlicher erkenne und mich immer gewissenhafter und eifriger bestrebe, fie zu meiner Wohlfahrt und zum Besten meiner
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