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Christkatholisches Gesang- u. Andachtsbuch : zum Gebrauche bei der öffentlichen Gottesverehrung in dem (ehemaligen) Bisthum Constanz
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4. Ist einer alt an Jahren, So hat er viel erfahren, Das ihn noch heute kränkt, und unter so viel Stunden Nur wenige gefun­den, Daran er mit Vergnügen denkt.

5. 3 war wer in seiner Jugend Den Weg zur wahren Tugend Durch Jesum Christum find't, Und sich den ersten Glauben Hat niemals lassen rauben, Der lebt und stirbt auch wie ein Kind.

6. Allein wo sind die Reinen, Die sterbend noch erscheinen, Wie sie im Wasserbad Der Herr zu Kindern wählte? Wo ist, der niemals fehlte, Den nie bethört die Sünde hat?

7. O wohl denn diesem Kinde! Es starb nicht zu geschwinde. Zeuch' hin, du liebes Kind! Du gingest ja nur schlafen, Und bleibest bei den Schafen, Die ewig unsers Herren sind.

52. Begräbnißlied überhaupt.

1. Trocknet eures Jammers Thränen, Heitert eure Blicke* auf, Denn es hemmt kein banges Sehnen Unsers Schicksals schweren Lauf.

2. Wie des Feldes Blume schwindet, Sinken Menschen um uns her, Trauernd sucht der Freund, und findet Den geliebten Freund nicht mehr.

3. Vor dem welken Greis am Stabe Sinkt der Jüngling und der Knabe; Vor der Mutter sinkt in's Grab Ein geliebtes Kind hinab.

4. O des Wonnetags, der wieder Eltern, Kinder, Schwestern, Brüder, Gatt' und Gattin, Freund und Feind, Ewig Alle froh vereint.

5. Wo nicht Trennung mehr noch Tod Liebenden, Geliebten droht. Wo man nicht mehr Thränen weint, Wo wir ewig sind vereint.

6. laß Gottes Weg uns wandeln, Jmmer gut und redlich handeln, Daß uns, wenn der Vater ruft, Niemals bange vor der Gruft.

53. Die Priesterweihe.

( Auch bei Primizen zu singen.)

1. Von dir, o Herr! gestiftet, gleich Dem Senfkörnlein ist Got­tes Reich. Du gibst das Wachsthum und Gedeih'n. Die Ernt' in diesem Reich ist groß, Die Zahl Beruf'ner grenzenlos, Doch der Erwählten Zahl nur klein.

2. Der Priester, den du dir gewählt, Sei ganz von deinem Geist beseelt; Dies fleh'n wir tief gerührt, o Herr! Er suche sich nicht, nur dein Reich, Und schäme, den Aposteln gleich, Sich deines Kreuzes nimmermehr.

3. Der Unschuld Glanz sei dein Gewand, Dein Reich nicht eitler Weisheit Tand, Verkünd' er uns mit Mund und That; Er stärk' in uns des Glaubens Kraft, Des Glaubens, der die Liebe schafft, Durch die der Mensch der Gottheit naht.

4. Beschirm' ihn vor der Bösen Rath, Gib' deinen Segen seiner Saat; Füll' ihm die Brust mit Muth und Licht; Nach