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deinem Vorbild, ew'ger Hirt, Leit' er uns, daß kein Schaf verirrt, Daß Alle schau'n dein Angesicht.
54. Die acht Seligkeiten.
1. Selig, die in Einfalt wandeln, Gut mit stillem Sinne handeln; Was sie werth sind, Gott verdanken, Nie mit seiner Weisheit zanken, Hier auf Erden Kindern gleich, Ihrer ist das Himmelreich.
2. Selig, deren Seraphsmilde Zähmt das Nohe, dämpft das Wilde, Deren sanften Blick als Sieger Schmeichelnd huldiget der Tiger; Wo sie auf der Erde zieh'n, Seh'n wir Paradieſe blüh'n. 3. Selig, die bei Festen trauern, Wo der Arglist Schlangen lauer Deren Aug' kein Sternlein heitert, Deren Brust kein Trost erweitert. Der die Welt zu trösten kam, Kehrt' in Wonn' einst ihren Gram.
4. Selig, die, gerührt vom Strahle Ew'gen Lichts im Erdenthale, Wie der Aar nach Sonnenklarheit, Dürsten nach dem Quell der Wahrheit; Wo kein Schäfchen mehr verirrt, Sammelt sie am Quell der Hirt.
5. Selig, die des Kummers Zähren Durch ihr Mitgefühl verflären; Daß kein Bruder darf verzweifeln, Del in jede Wunde träufeln; Ein Erbarmen, grenzenlos, Nuht für sie in Vaters Schooß.
6. Selig, denen wie die Quelle Strahlt das Herz von Aetherhelle. Erdenlust für wenig achtend, Stets nach Himmelswonne schmachtend; Unverhüllt von Angesicht Schau'n sie Gott in seinem Licht.
7. Selig, die den Frieden lieben, Nie der Unschuld Freude trüben; Ihres Herzens stilles Sehnen Lächelt durch der Wehmuth Thränen. Frieden fühlet, wer dem Pfad Dieser Kinder Gottes naht.
8. Selig, die da schuldlos leiden, Stolz verschmäh'n des Lasters Freuden, Und bei hartem Druck gelassen Jene segnen, die sie hassen, Gold'ne Throne, Sternen gleich, Steh'n für sie im Himmelreich.


