Communionandachten.
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durch ihn lebe und sterbe, daß er mich mit großer Liebe durch alle Veränderungen im Leben und Sterben, in dieser und in jener Welt leiten, daß er mich einst zu sich nehmen und dort von einer Stufe der Vollkommenheit und Seligkeit zu der andern führen wird. Ich denke an diese Seligkeit, versehe mich im Geiste in das zukünftige Leben und fühle mich von himmlischer Bonne durchdrungen.
Kann wohl aber dieses Alles ohne großen und mannichfaltigen Nußen für mich sein? Kann ich je dieses heilige Nachtmal feiern, ohne durch jede Feier desselben im Glauben stårker, in der Tugend fester, in der Liebe brünstiger, in Noth und Tod getroster, ohne besser, ruhiger, zus friedner und seliger zu werden?
Dank, ewiger Dank sei dir, unserm Heilande und Seligmacher, daß du dieses heilsame Mal gestif tet und dich auch dadurch um unfer Geschlecht so verdient gemacht haft. Lehre mich, lehre álle deine Bekenner den hohen Werth dessel ben immer mehr erkennen, es immer höher schågen, immer würdiger gebrauchen, und laß uns 2lle aus eigner Erfahrung inne werden, wie heilsam und segensreich dein Abendmal sei. Amen. Nachdenken über den würdigen Gebrauch des heiligen Abendmals.
Ich will jest das Gedächtniß dei ner Liebe feiern, großer, anbetungs:
würdiger Heiland, und nach deiner Verordnung deinen Leib essen, den du für uns dahingegeben, und dein Blut trinken, das du vergossen haft zur Bergebung der Sünden. Möchte ich es doch auf eine dir wohlgefällige und mir heilsame Weise thun; möchte ich doch deine Absichten erfüllen, und den Nugen wirklich erreichen, den es mir bringen kann und soll!
Ich will zu dem Ende die Absichten wohl überlegen, in welchen dieses heilige Mal gestiftet ist. Es ist ein Gedächtnißmal Sesu, bei welchem wir seinen Tod verkündigen, das Lob seines großen Verdienstes um die Menschen besingen, unsre Gemeinschaft mit ihm erneuern, und im Genusse seiner Wohlthaten selig sein, mithin mehr als sonst an ihn denken, feierlicher als sonst uns an ihn verpflichten, lebhafter als sonst uns seiner freuen sollen.
Un Jesum also, an Jesum will ich denken. Ich will überlegen, was er der Welt war, und ist, und sein und werden kann und soll, und insbesondere, ob er das auch mir worden ist, und werden kann und wird. Bedenken will ich, was er ehedem gethan hat, und noch thut und künfs tig thun wird, die Sünder zu errets ten und selig zu machen. Erwdgen will ich, wie wir alles Licht, das uns erleuchtet, alle Kraft, die uns belebet, allen Troft, der uns erfreuet, alle Seligkeit, die wir jegt schon genießen und künftig erwarten, ihm allein schuldig find. Dan
ken


