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Dresdner Gesangbuch : auf höchsten Befehl herausgegeben
Entstehung
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Vorbereitung zum heiligen Abendmale. 15

lande der Sünder und tröste mich seiner Gnade. Ich erkenne und em­pfinde aber auch unsre gemeinschafts liche Verpflichtung gegen ihn, ver= binde mich mit ihnen unter dem Ge­nusse seines Leibes und Blutes zu Einem Sinne und Leben nach seinen Borschriften und seinem Muster, entfage allen Sünden, allem Hasse und Neide, verspreche es Jesu, und nehme Alle, die gegenwärtig sind, zu Zeugen dieses Versprechens: ihn, meinen größten Freund und Wohl­tháter, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüthe und von allen Kräften zu lieben, die Menschen zu lieben, als Kinder Ei­nes Vaters, als Ertösete Eines Mittlers, als Brüder und Schwe­stern Eines Bruders, als Erben Ei­ner Seligkeit, selbst meine Feinde zu lieben und ihnen zu vergeben, gleichwie er mir vergeben hat.

Hier erneure und unterhalte ich endlich meine Gemeinschaft an dem Heile und der Seligkeit, die Jesus durch sein verdienstliches Leiden und Sterben der Welt erworben hat. Ich feire das Fest der durch ihn ge= stifteten Seligkeit der Menschen, freue mich Gottes meines Heilandes, tröste mich des, daß Christus auch für mich zur Vergebung der Sünde gestorben, daß er auch mein Mittler und Versöhner, mein Heiland und Seligmacher, mein Herr und König ist. Ich freue mich der Macht und Gewalt, die ihm der Vater gegeben hat, und versichre mich deß: daß ich unter seiner Aufsicht stehe, daß ich

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erbe Christi bin. Ich fasse neuen Ruth und neue Zuversicht zu ihm, als meinem Bater, überlasse mich ihm mit kindlicher Ergebung in sei: nen Willen, werfe alle meine Sor gen auf ihn, lege mein gan= zes Schicksal in seinen våterlichen Schoß, fühle mich aufgeregt, ge­stårkt, gedrungen, einen solchen Gott, einen solchen Vater wieder zu lieben. Er hingegen betrachtet mich als sein Kind, weil ich glaube an den Namen seines Sohnes, nimmt mich als sein Kind an sei: nen Tisch und in sein väterliches Herz auf, und läßt mich das Glück genießen, ein Kind Gottes zu sein.

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Hier erneure und unterhalte ich meine Gemeinschaft mit allen seinen Kindern auf Erden und im Himmel, mit allen Bekennern Jesu, zähle mich zu der Gesellschaft innigst ver­bundner Freunde und Liebhaber Jesu, bekenne mit ihnen Einen Va­ter und Einen Heiland, halte mich und sie für Kinder dieses Vaters, für Erlösete dieses Heilandes, für Brüs der und Schwestern Jesu, für Glie: der Einer Familie, für Mitgefähr ten eines und eben desselben Weges zu einem und eben demselben Ziele, für bestimmte Erben einer und eben derselben Seligkeit. Ich fühle mich mit ihnen von einem und eben dem­selben Gefühle der Schwachheit und Sündhaftigkeit durchdrungen, er­kenne mich mit ihnen für Sünder, die verloren waren, denen aber Barmherzigkeit wiederfahren ist, nahe mich mit ihnen zu dem Hei­