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Dresdner Gesangbuch : auf höchsten Befehl herausgegeben
Entstehung
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Wesen und Eigenschaften.

auf unsers Lebens Pfad mit weiser Gnade führet.

6. O wohl mir, Höchster, daß du bist, und diese Welt dein Werk nur ist! Nun ist gewiß mein Leben nicht eines blinden 3ufalls Spiel; ich darf nach meiner Wünsche Biel nun nicht vergeblich streben.

7. Mein Sehnen nach Zufrieden heit, mein Durst nach ew'ger Selig­keit wird sicher nun gestillet, wenn nur zu dir mein Geist sich hålt, und nicht die schnöde Lust der Welt hier mein Gemüth erfüllet.

8. Drum soll es stets mir Freude sein, dir, Gott, mein ganzes Herz zu weihn, zur Ehre dir zu leben. Du wirst mir dann in jeder Noth hier reichen Trost, und einst im Tod des Himmels Wonne geben.

Wesen Gottes.

8.

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2. 3um Sein riefst du die Welt, um Lust und Seligkeiten auf der geschaffnen Welt um dich her aus zubreiten. Du bist die Liebe selbst;

Verstand und Rath sind dein, und du gebrauchst sie gern, zu segnen, zu erfreun.

3. Du sprichst; und es geschieht. Auf dein allmächtig: Werde! ent= stand dein großes Werk, der Him: mel und die Erde. Mit deiner Ullmacht Hand regierest du die Welt, und deine Kraft vollführt, was uns unmöglich fällt.

4. Du bist der Herren Herr; der Erde Majestäten sind, Höchster, Staub vor dir; wie bald kannst du sie töbten! Wen du erniedrigeft, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhöhen willst, deß Hoheit muß bestehn.

5. Wer hat dich je gesehn? Wer kann im Fleisch dich sehen? Kein sterblich Auge reicht bis zu des Lichtes Höhen, von welchen du mit Huld auf deine Schöpfung blickft und alles, was da lebt, erfreuest und beglückst.

6. Ja, hier erkennen wir dich nur sehr unvollkommen. Wirft aber dermaleinst der Vorhang weg­

Mel. Nun danket Alle Gott se.

Anbetungswürd gerGott, mit Ehrgenommen, der dich, Unendlicher, furcht stets zu nennen, du bist noch unserm Blick verschließt, dann unendlich mehr, als wir begreifen sehn wir heller ein, wie herrlich, können. O flöße meinem Geist Gott, du bist. die tiefste Demuth ein, und laß mich stets vor dir voll Ehrerbietung sein!

7. Indeß sei auch schon jegt dein Ruhm von uns besungen. Ver­schmähe nicht ein Lob von unsern schwachen 3ungen. Dort soll, wenn wir dereinst im hellern Licht dich sehn, vollkommner unser Lied dich, großer Gott, erhöhn.

9. Mel.