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Gesangbuch für die Herzogthümer Bremen und Verden zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste und bei der Privat-Andacht
Entstehung
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des Leidens, des Todes 2c.

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dir selbst und uns! Da antwortete| Und als er das gesagt, neigte er der andere, strafte ihn und sprach: das Haupt, und gab seinen Geist Und du fürchtest dich auch nicht vor auf. Gott, der du doch in gleicher Ver­dammniß bist? Und zwar wir sind billig darinnen; denn wir empfan gen, was unsere Thaten werth sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt; und sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Para­diese sein.

Es stand aber bei dem Kreuze Jefu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, Kleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sah, und den Jünger dabei stehen, den er lieb batte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, fiebe, das ist dein Sohn! Darnach spricht er zu dem Jünger: Siebe, das ist deine Mutter! Und von Stund an nahm sie der Jün­ger zu sich.

Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsterniß über das ganze Land bis an die neunte Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde rief Jesus laut, und sprach: Eli, Eli, Lama, Asabthani! Das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen! Etliche aber, die da stan­den, da sie das hörten, sprachen sie: Siehe, er rufet den Elias.

Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke, von oben an bis unten aus, und die Erde erbebte, und die Felsen zer­rissen, und die Gräber thaten sich auf, und standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen, und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung, und kamen in die heilige Stadt, und erschienen vielen.

Aber der Hauptmann, der dabei stand gegen ihm über, und die bei ihm waren, und bewahrten Jesum, da fie faben, daß er mit solchem Ges schrei verschied, und sahen das Erd­beben, und was da geschah, erschra­Fen sie sehr, und priesen Gort, und sprachen: Wahrlich, dieser ist ein frommer Mensch und Gottes Sohn gewesen. Und alles Volk, daß da­bei war, und zusah, da sie sahen, was da geschah; schlugen sie an ibre Brust, und wandten wieder um. Es standen aber alle seine Verwandten von ferne und viele Weiber, die ihm ousGaliläa waren nachgefolgt, unter welchen war Maria Magdalena und Maria, des kleinen Jakobs und Jo­ses Mutter, und Salome, die Mutter der Kinder Zebedäi, und viele andere, die mit ihm hinauf gen Jerusalem gegangen waren, und hatten ihm gedient, und sahen das alles.

Die Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leich­name am Kreuze blieben den Sab­bath über( denn desselbigen Sab­baths Tag war groß), baten sie Pila­tum, daß ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte, und brachen dem ersten die Beine und dem andern, der mit ihm gekreuzigt war. Als fie aber zu Jesu kamen, da ste saben, er schon gestorben war, brachen ihm die Beine nicht; sondern

Darnach, als Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, daß die Schrift erfüllet würde, spricht er: Mich dürftet. Da stand ein Gefäß voll Esfig, und bald lief einer unter ihnen hin, nahm einen Schwamm, und füllte ihn mit Effig, und steckte ihn auf ein Rohr von Ysop, und hielt's ihm dar zum Munde, und tränkte ihn, und sprach mit den andern: Halt, laß sehen, ob Elias komme, und ihn herab nehme. Da nun Jefus daß den Effig genommen hatte, sprach sie er: Es ist vollbracht. Und abermal rief er laut, und sprach: Bater! ich befehle meinen Geist in deine Hände.

der Kriegsknechte einer öffnete feine Geite mit einem Speer, und als bald ging Blut und Wasser heraus.