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Die harmonische Geschichte
Alexandri und Ruffi war; den| lato: Schreib' nicht: der Juden zwangen fie, und legten das Kreuz König; sondern daß er geſagt auf ihn, daß er's Jesu nach trüge.
habe: Ich bin der Juden König! Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.
Es folgte ihm aber nach ein großer Haufe Volks und Weiber, die klagten und beweinten ihn. Und die Kriegsknechte, da fie JeJefus aber wandte sich um zu sum gekreuzigt hatten, nahmen seine ihnen, und sprach: Ihr Töchter Kleider, und machten vier Theile, von Jerusalem, weinet nicht über einem jeglichen Kriegsknecht ein mich; sondern weinet über euch selbst Theil, dazu auch den Rock. Der und über eure Kinder! Denn fiehe, Rock aber war ungenäht, von oben es wird die Zeit kommen, in wel- an gewirkt durch und durch. Da cher man sagen wird: Selig find sprachen sie unter einander: Laßt die Unfruchtbaren und die Leiber, uns den nicht zertheilen; sondern die nicht geboren haben, und die darum loofen, weß er sein soll, Brüste, die nicht gesäugt haben! auf daß erfüllt würde die Schrift, Dann werden sie anfangen zu die da sagt: Sie haben meine fagen zu den Bergen: Fallet über Kleider unter sich getheilt, und uns! Und zu den Hügeln: Decket haben über meinen Rock das Loos uns! Denn so man das thut am geworfen. Solches thaten die grünen Holz, was will am dürren Kriegsknechte. Und fie saßen allda, werden? und hüteten sein. Es war aber um die dritte Stunde, da sie ihn freuzigten. Und das Volk stand und fab zu.
Es wurden aber auch hingeführt zween andere Uebelthäter, daß fie mit ihm abgethan würden. Und sie brachten ihn an die Stätte, die da heißt auf ebräisch Golgatha, das ist verdeutschet: Schädelstätte, und fie gaben ihm Myrrhen in Wein zu trinken; und da er's schmeckte, wollte er's nicht trinken.
Und sie kreuzigten ihn daselbst und die zween Ulebelthäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken; Jesum aber mitten inne. Da ward die Schrift erfüllet, die da sagt: Er ist unter die Ulebelthäter gerechnet. Jefus aber sprach: Bater, vergieb ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie thun.
Die aber vorüber gingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe, und sprachen: Pfui dich, wie fein zerbrichst du den Tempel, und bauest ihn in dreien Tagen? Hilf dir selber! Bist du Gottes Sohn, so steige berab vom Kreuz! Desgleichen auch die Hohenpriester verspotteten ihn unter einander mit den Schriftgelehrten und Aeltesten sammt dem Volke, und sprachen: Er bat andern geholfen und kann ihm selber nicht belfen. Ist er Christus, der König von Israel, der Auserwählte Gottes; so helfe er ihm selber, und steige nun vom Kreuz, auf daß wir's seben, und glauben ibm. Er hat Gott vertrauet, der erlöse ihn nun, lüstet es ihn; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Es verspotteten ihn auch die Krieasknechte, traten zu ihm, und brachten ihm Essig, und sprachen: Bist du der Juden König, so bilf dir selber!
Pilatus aber schrieb eine Ueberschrift, und sehte sie auf das Kreuz, oben zu seinem Haupt, als die Urfache seines Todes. Es war aber geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König. Diese Ueberschrift lasen viele Juden; denn die Stätte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuzigt ist. Und es war geschrieben auf ebräische, griechische und Aber der Uebelthäter einer, die lateinische Sprache. Da sprachen da gehenkt waren, lästerte ihn, und die Hohenpriester der Juden zu Pi- sprach: Bist du Christus, so bilf


