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Gesangbuch für die Herzogthümer Bremen und Verden zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste und bei der Privat-Andacht
Entstehung
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des Leidens, des Todes IC.

Simon Petrus ein Schwert und 30g es aus, und schlug nach des Hohenpriesters Knecht, und bieb ihm sein recht Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Jesus aber antwor­tete und sprach: Lasset sie doch so ferne machen! Und zu Petro: Stecke dein Schwert in die Scheide! denn wer das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umkommen. Oder meinst du, daß ich nicht könnte meinen Bater bitten, daß er mir zuschickte mehr, denn zwölf Legionen Engel? Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gege­ben hat? Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also ge­schehen. Und er rührte sein Ohr an, und heilte ihn.

3u der Stunde sprach Jesus zu den Hohenpriestern und Haupt­deuten des Tempels und den Uel­testen, die über ihn gekommen waren: Jhr seid als zu einem Mörder mit Schwertern und mit Stangen ausgegangen, mich zu fangen; bin ich doch täglich ge­fessen bei euch und habe gelehrt im Tempel, und ihr habt keine Hand an mich gelegt. Aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsterniß, auf daß die Schrift erfüllet werde. Da verließen ihn alle Jünger und flohen. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand gekleidet auf der bloßen Haut, und die Jüng­linge griffen ihn; er aber ließ die Leinwand fahren, und floh bloß von ihnen.

2. Abtheilung.

Das Leiden Jesu vor dem geist­lichen Gerichte.

Die Schaar aber und der Ober­

die der Juden nahmen Jesum, und banden ihn, führten ihn auf's erste zu Han­nas, der war Kaiphas Schwäber, welcher des Jahrs Hoherpriester war. Es war aber Kaiphas, der den Juden

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rieth, es wäre gut, daß ein Mensch würde umgebracht für das Volk. Und sie führten ihn zu dem Hohen­priester Kaiphas, dahin alle Hohen­priester und Schriftgelehrten und eltesten sich versammelt hatten.

Simon Petrus aber folgte Jesu von ferne, und ein anderer Jünger, bis an den Palast des hohenprie­sters. Derselbe Jünger war dem Hohenpriester bekannt, und ging mit Jesu hinein in des Hohen­priesters Palast. Petrus aber stand draußen vor der Thür. Da ging der andere Jünger, der dem Hohen­priester bekannt war, hinaus, und redete mit der Thürhüterin, und führte Petrum hinein. Es standen aber die Knechte und Diener, und hatten ein Kohlenfeuer gemacht, danieden mitten im Palaft; denn es war kalt, und wärmten sich. Petrus aber stand bei ihnen, und wärmte sich, auf daß er sähe, wo es hinaus wollte.

Aber der Hohepriester fragte Je­sum um seine Jünger und um seine Lehre. Jesus antwortete: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt, ich habe allezeit gelehrt in der Schule und in dem Tempel, da alle Juden zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet. Was

fragst du mich darum? Frage die darum, die gehört haben, was ich zu ihnen geredet babe! fiehe, die­jelbigen wissen, was ich gesagt habe. Als er aber solches redete, gab der Diener einer, die dabei standen, Jesu einen Backenstreich, und sprach: Sollst du dem Hohen­priester also antworten? Jesus ant­wortete: Habe ich übel geredet; fo beweise, daß es Unrecht sei! habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich? Und Hannas

batte ihn gebunden geſandt zu dem

Die Hohenpriester aber und die Aeltesten und der ganze Rath ſuch­ten falsch 3eugniß wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brächten, und fanden keins, wiewohl viele falsche

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