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Gesangbuch für die Herzogthümer Bremen und Verden zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste und bei der Privat-Andacht
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Von den Quellen der Religions- Erkenntnik.

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sich dem Dienste Gottes weihn;| kennt' ich Christi Lehre nicht, Denn alles, was der Herr ge­beut, Ist Wahrheit und Ge­rechtigkeit.

Sonst fehlte mir Glück, Trost und Licht.

9. Die Zeugnisse des Herrn sind besser Und mehr der Sehn­sucht werth, als Gold; Ihr Werth ist föstlicher und größer, Als alles noch so feine Gold. Süß sind sie; ja kein Honig ist So süß, der noch so lauter fließt.

10. Wie adeln sie nicht deine Knechte! Der hat viel Segen, der sie hält. Doch oft vergißt man deine Rechte. Wer merft's, o Gott! wie oft er fällt? Ver­gieb, das bitt' ich, Gott! von dir, Auch die verborgnen Fehler mir.

11. Bewahre mich vor fre chen Sünden, Die ein ver meißner Stolz erzeugt! Gieb, daß sie mich nicht überwinden, Mich, der gern in dein Joch sich beugt! Gieb, daß ich schuld­los, rein und frei Von großer Uebertretung sei!

12. Vernimm voll Huld aus meinem Munde, Was, Herr, dir meine Lippen weihn, Und laß zur angenehmen Stunde Dir mein Gebet geopfert sein! Ich habe ja dein gnädigs Wort, Herr, mein Erlöser! Gott, mein Hort! 3. A. Cramer.

2. Auf urgewiffen finftern Pfaden Würd' ich ein Raub des Todes sein. Mit Sündenschuld und Fluch beladen Müßt' ich des Richters Rache scheun. Ich fände feinen Trost in Noth, Mich schreckte stündlich. Grab und Tod.

3. Wozu hat mich mein Gott erschaffen? Was ist hienieden meine Pflicht? Wird auch mein Geist im Tod entschlafen? Und hält Gott fünftig ein Gericht? Wie werde ich darin bestehn? Wie der verdienten Straf ent­gehn?

4. Entscheidet die Vernunft die Fragen Durch ihrer Ein­sicht schwaches Licht? Hebt ste die Zweifel, die mich plagen? Und dau'rt der Trost, den sie verspricht? Ach, ohne Jesu Licht und Heil Wär' Finster­niß und Angst mein Theil.

5. Ja, du hast mich den Finsternissen Des Irrthums, und der Sünde Macht Durch deine Lehre, Herr! entrissen. Ihr Licht zerstreut des Zweifels Nacht. Du zeigest mir des Höchsten Rath, Und führst mich auf der Wahrheit Pfad.

Mel. O großer Gott, du reines z. 4. Mein Gott, du schenk­

6. Ich weiß, wozu mich Gott erschaffen. Ich kenne meine ganze Pflicht. Mein Geist wird test mir das Leben. nicht im Tod entschlafen. Wer Von ganzem Herzen dank' ich's an dich glaubt, wird im Gericht dir. Du haft's durch Menschen Durch dich, o Heiland! wohl mir gegeben, Die Christen bestehn, Und dann dein herr­waren; Heil sei mir! Sonst lichs Leben sehn.

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