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Normalbuch für die Brüder und Schwestern des dritten Ordens des h. Franciscus / von e. Priester des Franciscaner-Ordens der sächsischen Provinz vom h. Kreuze. Mit Erlaubniß der Obern
Entstehung
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dern des h. Franciscus, die in Japan gemartert und kürzlich heilig gesprochen sind, waren siebenzehn aus dem dritten Orden. In Westindien zählte man in Jahre 1686 an 118,000 Mitglieder des dritten Ordens.

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Noch mehr als durch die Zahl seiner Mitglieder leuchtete der dritte Orden durch die vielen Heiligen, die er der Kirche geschenkt hat. Die erste Deutsche, die in den dritten Orden getreten ist, war eine große Heilige, die liebe heilige Elisabeth von Ungarn, Landgräfin von Thüringen. Der heil. Ludwig von Frankreich, der h. Ferdinand von Castilien, die h. Margaretha von Cortona, die h. Rosa von Viterbo und unzählige Andere werden wegen ihrer Heiligkeit seit Jahrhunderten bewundert und verehrt. Darum haben auch die Oberhirten der Kirche, die Päpste, den dritten Orden nicht nur approbirt und gelobt, sondern in feierlicher Weise gegen ungerechte Angriffe vertheidigt und mit vielen Ablässen und Gna­den überhäuft. Von dem Papste Honorius III. bis auf unsern glorreich regierenden Papst, Pius IX., der selbst ein Mitglied des dritten Ordens ist, haben fast alle Päpste mit wahrhaft väterlicher Liebe diesen Orden umfaßt und denselben als ein vorzügliches Mit­tel, die Buße und die Frömmigkeit unter den Christen wach zu halten, empfohlen. Wenigstens dreißig Päpste und zwei allgemeine Kirchenversammlungen, die von Vienne im Jahre 1311 und die 5. Lateranensische ( 1512-1517), haben denselben approbirt und belobt.

Der Papst Nikolaus IV. hat im Jahre 1289 zu der vom h. Vater Franciscus verfaßten Regel noch einige Zusäße gemacht; er hat nämlich das ganze 1. Kapital und im 16. und 19. Kapitel einige Worte hinzugefügt und dann die so gefaßte Regel noch ein­mal feierlich approbirt.