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Da kam über ihn der Geist Gottes, und er„ erhob sich wie eine Feuerflamme und sein Wort brannte wie eine Fackel."( Eccl. 48, 1.) Sofort machte er sich auf, eilte, begleitet von den Brüdern Angelus und Massäus, in die Ortschaften des Thales von Spoleto und predigte wie ein zweiter Johannes Baptista mit unbeschreiblichem Eifer die Buße. Es war im Jahre 1221 nach Christi Geburt. In dem Flecken Carnerio begann er seine Mission, und kaum erscholl die Stimme des h. Bußpredigers, so kam ein wunderbarer Geist über die ganze Umgegend. Alle Herzen würden ergriffen, Alle wollten dem Heilande und seinem Diener Franciscus auf dem Wege des Kreuzes nachfolgen. Die religiöse Bewegung wuchs über alles Maaß. Jung und Alt, Mann und Frau wollten Haus und Hof verlassen, sich der Welt freuzigen und in den Ordensstand treten. So sehr der h. Vater über den Eifer seiner Zuhörer erfreut war, so klar war es ihm, daß derselbe müßte gemäßigt werden. Er ermahnte sie, ruhig zu Hause zu bleiben und ihre Geschäfte zu besorgen; dagegen machte er ihnen das Versprechen, er wolle ihnen bald eine solche Anleitung und Regel geben, daß sie dem neuen Geiste der Buße und Frömmigkeit genügen und ihr Seelenheil wirken kfönnten, ohne die Welt zu verlassen. Sie sollten mitten in der Welt, und selbst in den Banden des Ehestandes, an dem Verdienſte, an der Sicherheit und dem Frieden des klösterlichen Lebens theilnehmen. In der That erfüllte er dieses Versprechen und verfaßte nicht lange darauf die Regel des dritten Ordens von der Buße.
Das war ein neuer Gedanke, den der h. Geist diesem apostolischen Manne eingegeben hatte. Da die ganze Welt nicht in's Kloster gehen kann, so sollte der 1*


