Der hl. Aloyfius an den Hören zc.
3. Kapitel.
Der heilige Aloyfius an den Höfen zu Flo. renz und Mantua.
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Der Markgraf Ferdinand von Gonzaga hielt sich nach dem Feldzug gegen Tunis gegen zwei Monate lang am spanischen Hofe auf. Hierauf kehrte er nach Castiglione zurück, fand aber den Aloysius nicht mehr so militärisch gesinnt, wie früher, sondern vielmehr still und mit Uebungen der Andacht und Frömmigkeit beschäftiget. Uebrigens freute er
sich über die glückliche Ausbildung seines Cherafters und hoffte, daß er einst die Stüte feines Hauses sein werde. Aloysius, besorgt für Vervollkommnung seiner Seele, entschloß sich indeß, seine Gesinnungen und Absichten der Mutter zu eröffnen, da sie sich vor ihm einmal geäußert hatte, sie müßte sich glücklich schäßen, wenn einer ihrer Söhne Gott im geistlichen Stande dienen würde. Er sagte daher eines Tages, als er mit ihr allein war: ,, Mutter, Sie wünschten, einen Sohn im Kloster zu sehen; ich glaube, daß Gott Ihnen diesen Wunsch erfüllen wird." Später fügte er noch bestimmter bei: ich glaube, daß ich dazu bestimmt bin." Die Mutter bielt nicht so viel darauf, weil Aloysius der Erstgeberne war; wegen seiner großen Frömmigkeit jedoch war sie der Ansicht, Gott habe mit dem Kinde besondere Absichten, deshalb stimmte se ihm bei.


