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Johann Friedrich Starck's ... tägliches Handbuch in guten und bösen Tagen : enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Lieder zum Gebrauche gesunder, betrübter, kranker und sterbender Christen ; mit der Lebensbeschreibung des sel. Verfassers / von M. Johann Jakob Stark ...
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für Unfruchtbare.

Gebet.

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Herr, Herr, was willst du mir geben? ich gehe dahin ohne Kinder! Ach mein Gott! ich sehe, wie du Andern den Ehesegen mit reichem Maaße zutheilest, aber mir hast du denselben bisher vorenthalten und nicht gegeben. Herr, Herr, laß mich doch dieses Alles mit christlicher Gelassenheit, als deinen gnädigen Willen, geduldig aufnehmen. Ich weiß, du bist ein allmächti ger Gott, der du mir leicht Kinder geben und mich fruchtbar machen kannst, wenn du willst. Sch weiß auch, daß du mein gnädiger Gott bist, der mich liebet und seine Gnade mir noch nie versaget hat; darum will ich mich geduldig auch hierin deinem Willen unterwerfen, du weißt am besten, warum du mir diesen Segen noch nicht bescheeret hast. Sollte ich etwa zu schwach in der Geburt, zu trag in der Erziehung der Kinder, oder zu nie­dergeschlagen im Kinderkreuz seyn, so erkenne ich daraus deine Güte, die meiner schonen und mich nicht über Vermögen versuchen. lassen will. Gibst du mir aber nicht die Kinderfreude, so laß in dir desto mehr mich erfreuen, daß ich dich herzlich liebe, an dir all mein Ergößen und Vergnügen haben möge. Laß mich indessen bleiben im Glauben an dich, dreieinigen Gott, in der Liebe gegen meinen Nächsten, in der Heiligung des Lebens, ja laß mich in Zucht und Ehrbarkeit vor Jedermann wandeln. Laß deinen hei­ligen Geist mein Herz immer mehr und mehr überzeugen, daß dieses dein gnädiger Wille über mich sey, dem ich mich denn von Grund meiner Seele ergeben will. Bewahre indessen mein Herz vor Neid, Argwohn, Ungeduld und Mißvergnügen gegen meinen Ehegatten, daß ich ihn dennoch herzlich liebe, ihn als mein Kind halte, ihn lieber habe, wie zehn Söhne oder Töchter. Ist's dein Wille, daß ich eine Zeit lang soll warten, und daß du mich den­noch zu einer fruchtbaren Mutter machen, und an mich, wie an Hanna, gedenken willst: so überzeuge mein Herz von diesem dei­nem gnädigen Wohlgefallen; willst du mir aber gar keinen Erben geben, Herr! so soll das mein Erbe seyn, daß ich deine Wege halte; Jesus soll meines Herzens Trost und mein Theil seyn. Herr, Herr! es ist dir alles möglich, hast du Sara und Elisa­beth über die Zeit der Natur lassen schwanger werden, so ist es dir auch ein Geringes, meine bisher unfruchtbare Ehe zu segnen. Herr, laß dich erbitten, so will ich für die Gabe dir danken mein Leben lang, und sie dir zum Preis und zur Ehre erziehen; ich will sie dir durch die heilige Taufe wiederschenken. Laß mich